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Exkursion durch Vogelwelt im Naturschutzgebiet

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Exkursion an den Rhäden: Mit Ferngläsern und Spektiven konnten die Teilnehmer auf der Strecke viele Tiere entdecken.
Exkursion an den Rhäden: Mit Ferngläsern und Spektiven konnten die Teilnehmer auf der Strecke viele Tiere entdecken. © privat

Die Exkursion führte durch die Vogelwelt im Naturschutzgebiet Rhäden bei Obersuhl.

Obersuhl – Eine Vielfalt an Vogelarten erwartete die Teilnehmer bei einer Exkursion an den Rhäden bei Obersuhl. Dazu eingeladen hatte der Arbeitskreis Werra-Meißner der Hessischen Gesellschaft für Ornithologie und Naturschutz (HGON) an einem Sonntagvormittag.

Jörg Friederich, Sprecher des Arbeitskreises, begrüßte die 20 Teilnehmer und dankte Klaus Raab, der durch das Naturschutzgebiet führte. Als ausgezeichneten Kenner des Gebietes und der Vogelwelt lobte ihn Friederich. Immer wieder habe Raab die Teilnehmer der Exkursion auf die verschiedenen Vogelarten hingewiesen. Und davon entdeckten er und die Teilnehmer entlang der der sechs Kilometer langen Strecke um das Gebiet herum einige.

Friederich lobt: „Es konnten wunderbare und teilweise überraschende Beobachtungen gemacht werden.“ Im Naturschutzgebiet lebt unter anderem die Bekassine. Eigentlich ist dieser Schnepfenvogel im Norden Deutschlands weit verbreitet, wird allerdings laut dem Naturschutzbund Deutschland (Nabu) seltener. Auch der meist in der Nähe großer Gewässer lebende Kormoran zählte zu den Entdeckungen bei der Exkursion. Beobachten konnten die Teilnehmer außerdem Steppen- und Lachmöwen, Löffel- und Schnatterenten, Silber- und Graureiher sowie zahlreiche Graugänse.

„Rotmilane auf dem Zug überquerten uns, Turmfalken waren natürlich auch unterwegs“, sagt Friederich und fügt hinzu: „Aber es konnte auch ein Baumfalke identifiziert werden.“ Zusätzlich habe man Alpenstrandläufer, Kiebitzregenpfeifer und die inzwischen selten gewordenen Kiebitze gesichtet.

Mit Ferngläsern und Spektiven machten die Teilnehmer viele Beobachtungen und nutzen die Möglichkeit, die verschiedenen Optiken zu vergleichen. Auf die Frage, wieso die Artenvielfalt in diesem Naturschutzgebiet so groß ist, erklärt Friederich, dass dort ideale Habitatbedingungen herrschen. Dazu tragen unter anderem viel Feuchtigkeit, die Pflanzen vor Ort und die Vielfalt an Insekten bei, die vielen Vögeln als Nahrung dienen. Der Rhäden besteht aus zwei Teilen. Der eine liegt in Hessen und der andere in Thüringen, womit sich das Gebiet auch im Grünen Band befindet. Während das hessische Feuchtbiotop 1973 unter Schutz gestellt wurde, folgte dies für den thüringischen Teil nach 1990.

„Der Rhäden machte uns wieder bewusst, dass es sich lohnt, Lebensräume für die Vögel zu erhalten, beziehungsweise welche aufzuwerten“, so Friederich. Er erklärt, dass viele Vogelarten Probleme haben, weil ihre Bestände abnehmen. „Sie brauchen unsere Unterstützung“, sagt Friederich und erklärt: „Ein erster Schritt dazu wäre die Mitgliedschaft in der HGON.“ Anmeldungen nehme er entgegen und gebe zudem gern Auskunft zum Thema.  Von Eden Sophie Rimbach

Kontakt

Jörg Friederich, Tel.: 05652/6037, E-Mail: joerg.friederich@hgon.de

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