Stadtteilprojekt in der Kreisstadt

Eschwege: Projekt soll Generationen „Auf der Struth“ zusammenbringen

Freuen sich auf die Eröffnung des neuen Quartiertreffs auf der Struth: (von links) Helmut Müller (VDK), Ingeborg Zwilling (Seniorenforum), Nadine Fillies mit Lene (3) auf dem Arm und Lina (8) sowie Bürgermeister Alexander Heppe.
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Freuen sich auf die Eröffnung des neuen Quartiertreffs auf der Struth: (von links) Helmut Müller (VDK), Ingeborg Zwilling (Seniorenforum), Nadine Fillies mit Lene (3) auf dem Arm und Lina (8) sowie Bürgermeister Alexander Heppe.

Im Stadtteil „Auf der Struth“ in Eschwege will ein neues Projekt Generationen zusammenbringen. Wir stellen es vor.

Eschwege – „Hier muss etwas passieren“ – mit diesem Appell sind Anwohner aus dem Eschweger Stadtteil Struth an Bürgermeister Alexander Heppe herangetreten. Das war 2019 und die Anwohner trafen mit ihrem Ruf nach mehr Unterstützung für Senioren und junge Familien auf offene Ohren.

Schnell wurde ein runder Tisch gergründet, für den sich eine lange Liste an Kooperationspartnern aus Evangelischer Kirchengemeinde, VdK-Eschwege, Seniorenforum, Nachbarschaftshilfe, Diacom- Altenhilfe, Omnibus sowie Anwohnern aus dem Quartier fand.

Ziel ist es, den Menschen im Stadtteil eine gemeinsame Anlaufstelle zu bieten. Die Struth bietet laut Heppe eine spannende Mischung aus Etagenwohnungen und Einfamilienhäusern, aus Jung und Alt. Ein Drittel der Bevölkerung des Quartiers ist 61 Jahre und älter. Einrichtungen wie Schule und Kirche berichten, dass in den vergangenen Jahren ein Wandel im Quartier stattgefunden habe, der dazu führe, dass Nachbarschaften nicht mehr so ausgeprägt seien. Gleichzeitig ziehen aber auch wieder vermehrt junge Familien in das Quartier.

Generationenübergreifendes Kennenlernen

Mit dem Projekt soll eine Nachbarschaftsinitiative aufgebaut werden, die generationsübergreifend Menschen zum Kennenlernen, gemeinsamen Austausch und gegenseitiger Unterstützung zusammenbringt und etwaiger Isolation sowie Vereinsamung entgegenwirkt.

„So ein Projekt ist im Grunde wie eine Wundertüte, es kann alles daraus hervorgehen. Es liegt an den Menschen, was sie Neues aus dem Miteinander machen“, so eine der Initiatorinnen, die anonym bleiben möchte, da „im Mittelpunkt die Gemeinschaft und nicht der einzelne stehen sollte“.

Als Auftakt fand im Mai vergangenen Jahres ein Nachbarschaftstag statt. Hier konnten die Anwohner in Gegenwart von Bürgermeister Heppe und den Stadtplanern auf Pinnwänden ihre Wünsche und Sorgen äußern. „Und immer wieder wurde gesagt, dass es auf der Struth endlich einen zentralen Anlaufpunkt geben müsste“, so Rigobert Gaßmann, der bei der Stadtverwaltung das Projekt leitet.

Schnuddelcafé und Bürgerspaziergang

In der Folgezeit wurden Aktivitäten geplant und umgesetzt, wie zum Beispiel ein Schnuddelcafé und ein Bürgerspaziergang zu Sitz- und Ruhemöglichkeiten im Stadtquartier Struth. Herzstück soll das Quartierstreff in einem ehemaligen Bäckerladen in der Struthstraße 18 werden. Hier soll ein Treffpunkt sowie eine Anlaufstelle für Beratungen entstehen. Außerdem soll zukünftig auch der Gemeindesaal der Kreuzkirchengemeinde für Gemeinschaftsaktionen genutzt werden können.

Träger des Projektes ist die Kreisstadt Eschwege. Es wird fachlich durch die Altenhilfeplanung und das Seniorenbüro des Werra-Meißner-Kreises unterstützt.

„Wir sind sehr gespannt, wie das Angebot angenommen wird“, so Bürgermeister Heppe, der gleichzeitig verspricht, der Struth ab jetzt mehr Aufmerksamkeit zu widmen. Bis coronabedingt öffentliche Treffen wieder möglich sind, steht eine Telefonberatung zur Verfügung, an die man sich wenden kann, wenn man sich beispielsweise alleine fühlt oder weitere Anregungen für das Projekt hat. Die Telefonnummer lautet 0 56 51/30 42 60. (ulk)

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