Neuer Band „Rund um den Alheimer“

Buch: Zolleinnahmen in Sontra im 18. Jahrhundert

Die Alheimer Kaserne Anfang der 1960er-Jahre: Hier waren auch zwei Wallmeistertrupps stationiert, die sich um Sperranlagen im Kreisgebiet kümmern mussten. Der gesamte Landkreis war nach 1945 Frontgebiet für die militärischen
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Die Alheimer Kaserne Anfang der 1960er-Jahre: Hier waren auch zwei Wallmeistertrupps stationiert, die sich um Sperranlagen im Kreisgebiet kümmern mussten. Der gesamte Landkreis war nach 1945 Frontgebiet für die militärischen

Es ist wieder soweit: Ein neuer Band aus der Reihe „Rund um den Alheimer“ vom Geschichtsverein Altkreis Rotenburg ist erschienen. Um Sontra geht es in diesem neuen Band ebenfalls.

Sontra/Rotenburg –Andreas Rehs vom Geschichtsverein gibt einen Überblick über den Inhalt: Der Historiker und ehemalige Leiter des Eschweger Stadtarchivs, Dr. Karl Kollmann, befasst sich mit Zolleinnahmen in Sontra Mitte des 18. und Anfang des 19. Jahrhunderts.

Er konnte eine bisher unbekannte, aus Privatbesitz stammende Akte auswerten: Über drei Generationen waren Mitglieder der Familie Koch als Zoll-Verwalter tätig, bis diese Aufgabe 1817 an Johann Moritz übertragen wurde.

Als Zeitzeuge berichtet Hans Osterhold, der als 16-Jähriger die Einberufung als Luftwaffenhelfer erhielt, über seine Erlebnisse als Richtschütze bei der Flak in Bebra auf dem Mühlrain. Ergänzende Recherchen zu den vier Flakstellungen um Bebra und bisher unveröffentlichtes Bildmaterial komplettieren seine Schilderungen.

Vom Stadtarchivar Peter Kehm erfahren die Leserinnen und Leser Interessantes über die Glocken der Bebraer Auferstehungskirche, die nach der Zerstörung des Kirchturmes beim Luftangriff 1944 ersetzt werden mussten. Die Reihe „Wer war …?“ setzt der Verein diesmal mit dem Porträt des Breitenbachers Karl von Hoff fort. Als Forscher war von Hoff über 40 Jahre lang für das Grubenrettungswesen im Bereich der technischen Entwicklung von Gasschutzgeräten und Filter tätig.

Der 1920 gegründete Breitenbacher Fußballverein ist ebenfalls Thema. Erörtert wird, wie die politisch-soziale Situation des Landes unmittelbar Einfluss auf das Vereinsleben nahm, zum Beispiel während der Inflation mit ihrer galoppierenden Geldentwertung und den monatlich zu entrichtenden Vereinsbeiträgen.

Ein gefährlicher Konflikt zwischen den Westmächten und dem sogenannten Ostblock wird behandelt – der Kalte Krieg nach 1945. Im Detail geht Björn-Christoph Stühler auf vorbereitete Sperranlagen im Altkreis Rotenburg ein, die einen etwaigen Einmarsch gegnerischer Truppen verlangsamen sollten.

Eine seltsam klingende Notiz aus dem Jahr 1576 über die angeblich sieben Schuh (ca. zwei Meter) tief in die Erde versunkene Kirche von Erkshausen war Anlass für weitere Nachforschungen von Ingrid Waldeck.

Tief ausgespülte Schluchten westlich des Ortes deuten auf ein verheerendes Unwetter hin, bei dem sich einst erhebliche Erdmassen und Geröll in den Ortskern geschoben haben. Doch der entscheidende Hinweis fand sich in der alten Ortschronik.

Das Buch ist im örtlichen Buchhandel oder direkt beim Geschichtsverein Altkreis Rotenburg für 9,50 Euro erhältlich, wie es in einer Mitteilung heißt.    

Kontakt: Andreas Rehs, Tel. 0 66 23/41 54 8, E-Mail: andreas.rehs@web.de oder Gerhard Rabe, Tel. 0 66 22/54 86, E-Mail: gerhard.rabe@gmx.net

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