Neuer Standort ist direkt gegenüber

Zu wenig Platz im Rathaus: Das Bürgerbüro in Witzenhausen zieht um

Hier wird künftig das Bürgerbüro der Stadt sein: Hauptamtsleiter Michael Zimmermann (links) und Bürgermeister Daniel Herz vor der ehemaligen HNA-Redaktion Witzenhausen gegenüber vom Witzenhäuser Rathaus.
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Hier wird künftig das Bürgerbüro der Stadt sein: Hauptamtsleiter Michael Zimmermann (links) und Bürgermeister Daniel Herz vor der ehemaligen HNA-Redaktion Witzenhausen gegenüber vom Witzenhäuser Rathaus.

Die Stadtverwaltung braucht mehr Platz – und wird daher das Bürgerbüro in den ehemaligen HNA-Standort auf der Rückseite des Rathauses verlagern.

Jetzt wurde mit dem Hauseigentümer, der VR-Bank Mitte, ein Fünf-Jahres-Mietvertrag für das Erdgeschoss geschlossen.Laut Bürgermeister Daniel Herz und Hauptamtsleiter Michael Zimmermann war das schon lange im Gespräch. Vor allem die Büros im zweiten Stockwerk des Rathauses seien zu klein und entsprächen nicht der gültigen Arbeitsstättenverordnung. Da das Bürgerbüro längere Öffnungszeiten als andere Rathaus-Bereiche habe, sei eine Auslagerung sinnvoll. 

In der früheren HNA-Geschäftsstelle soll die erste Anlaufstelle sein, in den Räumen dahinter arbeiten die Sachbearbeiter. Hier wird es erstmals kleine Besprechungsräume für sensible Gespräche geben – das sei im Rathaus nur schwer möglich, so Zimmermann. Ein Vorteil sei, dass die neuen Räume barrierefrei und ohne Rampe nutzbar seien.

Insgesamt ziehen aus dem Rathaus fünf Mitarbeiter in die neuen Räume, die ab Mitte Juni renoviert werden. Vor Juli wird der Betrieb daher nicht starten, der Eröffnungstermin wird noch bekannt gegeben. Nach dem Umzug wird die Finanzabteilung aus dem zweiten Stockwerk ins jetzige Bürgerbüro wechseln.

Des Weiteren will die Verwaltung mehr Präsenz in der Innenstadt zeigen – daher werden auch vier Mitarbeiter der Ordnungspolizei und Verkehrsüberwachung das Bauamt am Eschenbornrasen gegen den neuen Standort tauschen. Auch Werner Kreßner, Leiter von Bürgerbüro und Verkehrsüberwachung, wird dort anzutreffen sein.

Zudem bekommt das Ordnungsamt ein eigenes Fahrzeug, das ähnlich einem Polizeiauto beklebt sein wird und für mehr sichtbare Präsenz sorgen soll, so Zimmermann. Vielleicht reduziere sich dadurch auch die Zahl der Graffiti in der Stadt. Ab Sommer soll zudem der Zugang auf der Rückseite der einzige ins Rathaus sein. Nachdem es vermehrt Fälle von Vandalismus, Verunreinigungen und Diebstählen in Teeküche und Toiletten gegeben habe, wolle man vermeiden, dass sich ungebetene Gäste über die schwer einsehbare Tür zum Markt unbemerkt durch den Turm nach oben schleichen.

Es stand auch zur Debatte, ob die Stadt das Gebäude mit dem denkmalgeschützten Löwensaal kaufen soll. Doch dagegen sperrte sich der Magistrat wegen drohender Sanierungskosten. Nun soll zuerst eine Machbarkeitsstudie ermitteln, wie das gesamte Gebäude genutzt und welche Fördertöpfe angezapft werden könnten, sagt Zimmermann. Optionen seien eine Kombination von Rathaus-Aufgaben und seniorengerechtem oder Mehrgenerationen-Wohnen, möglicherweise auch in Kooperation mit privaten Investoren. Für die Studie stehen im Haushalt 20 000 Euro zur Verfügung, Ergebnisse erwartet Herz nicht vor Sommer 2021.

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