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OG-Schülerin Paula Straßner arbeitete in Eschweges Partnerstadt St.-Mandé mit

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Von: Tobias Stück

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Das Rathaus von St.-Mandé liegt im Zentrum der Kleinstadt.
Das Rathaus von St.-Mandé liegt im Zentrum der Kleinstadt und war Paula Straßners Arbeitsplatz. © Paula Straßner

Im Großbetrieb im Industriegebiet, bei der örtlichen Werbeagentur oder doch irgendwas mit Medien? Für Paula Straßner aus Oberdünzebach war das nicht das Richtige. Sprachen sollten bei ihrem Schülerpraktikum am Oberstufengymnasium vorkommen.

Eschwege/St.-Mandé - Am liebsten Französisch. Zusammen mit ihrer Französischlehrerin Claudia Fiedler und dem Eschweger Städtepartnerschaftsverein ließ sich da was machen. Paula Straßner hat zwei Wochen in die Stadtverwaltung von Eschweges Partnerstadt St.-Mandé hineingeschnuppert.

Eine Affinität für Französisch und Frankreich hat Paula Straßner schon seit Beginn des Unterrichts in der siebten Klasse. Mit jedem Jahr hat sich ihre Leidenschaft verstärkt. Mit 15 hat sie dann drei Monate in Paris verbracht. Sie lebte in einer Gastfamilie, besuchte eine französische Schule, lernte die französische Hauptstadt, die Menschen und die Kultur dort kennen.

Eindrücke erweitert

Quasi nebenbei holte sie am Abend den Unterrichtsstoff aus Deutschland nach. Das Praktikum in einer französischen Verwaltung sollte ihre Eindrücke noch mal erweitern.

Denn auch in Frankreich ist die Verwaltungssprache eine spezielle. „Viele Begriffe waren mir unbekannt“, erinnert sich Paula Straßner an ihren Praktikumsbeginn Ende Januar. Im Satzzusammenhang habe sie dann aber verstanden, worum es ging. Dabei bekam sie Unterstützung. „Alle Mitarbeiter des Rathauses waren sehr freundlich und haben alles genau erklärt“, sagt Paula Straßner. In der Verwaltung der französischen Kleinstadt am östlichen Stadtrand von Paris hat sie alle Abteilungen durchlaufen und einen groben Einblick bekommen.

An- und Abfahrt mit der Linie 1 der Métro

Vor Ort hat sie nicht nur der Bürgermeister Julien Weil begrüßt, sondern auch Jean-Pierre Nectoux, Vorsitzender des örtlichen Partnerschaftsvereins. Zusammen mit der Vorsitzenden des Eschweger Partnerschaftsvereins, Ingrid Möller-Quanz, hatten sie den Austausch angeschoben. Paula Straßners Arbeitstag begann um 9 Uhr und endete gegen 16.30 Uhr. Vorher und hinterher standen An- und Abfahrt mit der Linie 1 der Métro Paris auf dem Tagesplan.

Unterkunft im Herzen der Hauptstadt

Denn Paula wohnte nicht direkt in St.-Mandé. Vielmehr hatte sie eine Unterkunft im Herzen der Hauptstadt. Sie wohnte bei einer Freundin, die sie 2019 hier kennengelernt hatte – ganz in der Nähe des Champs Elysée. Von dort aus erkundete sie an drei Wochenenden die Stadt: eine Radtour zu den Sehenswürdigkeiten, Modemuseen, Schlendern und die örtliche Pâtisserie genießen gehörten zum Freizeitprogramm.

Und was hat das Schulpraktikum im Ausland gebracht? „Es war eine große Bereicherung, die noch mehr zu meiner Selbstständigkeit beigetragen hat“, sagt Paula Straßner.

Der Wert des Teamworks

Sie habe viel über die Sprache gelernt. In ihr hat sich der Wunsch verstärkt, beruflich etwas mit Sprachen zu machen. Außerdem hat sie Teamwork schätzen gelernt. Deswegen sollen auch Menschen nach dem Abitur eine wichtige Rolle in ihrem Berufsleben spielen. Immerwährende Büroarbeit, so ihr Fazit, sei dabei nicht erstrebenswert.

Von Tobias Stück

Paula Straßner mit Jean-Pierre Nectoux vom Partnerschaftsverein, der das Praktikum in der Stadtverwaltung vermittelt hatte.
Paula Straßner mit Jean-Pierre Nectoux vom Partnerschaftsverein, der das Praktikum in der Stadtverwaltung vermittelt hatte. © Paula Straßner

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