Zunächst Hoffen aufs Land

Suedlink: Unzufriedenheit nach Präsentation der Planung

Protest entlang der Trasse: An gut sichtbaren Stellen weist die Bürgerinitiative Werra-Meißner gegen Suedlink mit Plakaten – hier an der Zufahrt zum Bad Sooden-Allendorfer Stadtteil Ellershausen – darauf hin, dass die Menschen die Megastromleitung hier nicht haben wollen.
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Protest entlang der Trasse: An gut sichtbaren Stellen weist die Bürgerinitiative Werra-Meißner gegen Suedlink mit Plakaten – hier an der Zufahrt zum Bad Sooden-Allendorfer Stadtteil Ellershausen – darauf hin, dass die Menschen die Megastromleitung hier nicht haben wollen.

Zweieinhalb Stunden lang wurden den Bürgermeistern, Vertretern vom Landkreis und von Verbänden am Mittwoch vom Vorhabensträger TransnetBW die konkreteren Planungen vorgestellt, wo innerhalb des jetzt von der Bundesnetzagentur festgelegten Bereichs die Megastromleitung Suedlink verlegt werden soll.

Werra-Meißner – Es sei der erste Entwurf eines möglichen Verlaufs, hieß es zu der grau eingezeichneten Linie, die mit ziemlich vielen Ecken den Verlauf der fast 50 Meter breiten Trasse durch den 1000 Meter breiten Korridor darstellt.

Dazu gab es schon ein paar Reaktionen von Beteiligten:

Erster Kreisbeigeordneter Dr. Rainer Wallmann (Grüne) sieht laut einer Pressemitteilung „unsere Befürchtungen bestätigt“, dass „die massiven Probleme mit dem SuedLink-Verlauf durch unseren Kreis noch deutlicher zutage treten“. Die Eingriffe seien „nach unserer Einschätzung deutlich stärker und damit die Kosten voraussichtlich auch deutlich höher“ als im Rahmen der Bundesfachplanung vom Vorhabenträger kalkuliert, sagte er.

Witzenhausens Bürgermeister Daniel Herz (parteilos) beklagte, dass kritische Punkte scheinbar „wieder nicht in die Planungen mit aufgenommen“ worden seien. Das mache es noch wichtiger zu prüfen, inwieweit die Stellungnahmen aus dem Werra-Meißner-Kreis überhaupt berücksichtigt wurden. Außerdem vermisst der Rathauschef weiterhin Aussagen zu Abständen zu Siedlungen und zu den Eingriffen in das Auengebiet in Witzenhausen, „wo ja eigentlich nichts gebaut werden darf“ – nicht mal eine Brücke über die Aue hinweg. Für ihn bleiben „Fragen über Fragen“.

Bad Sooden-Allendorfs Bürgermeister Frank Hix (CDU) sieht nach wie vor einen „massiven Eingriff“ in Natur und Umwelt „bei uns“ aus. Man werde „alles unternehmen, um das zu verhindern – rechtlich und politisch“. Er hofft, dass die Landesregierung zunächst Einspruch gegen die Festlegung des Trassenkorridors durch den Werra-Meißner-Kreis einlegt.

Thüringen hat dies bereits gemacht. (sff)

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