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Laudenbach: Waschplatz und Kindergartenanbau werden teurer

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Von: Wiebke Huck

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Baupreissteigerung ist auch in Großalmerode Thema: Der Anbau an die Kita in Laudenbach verursacht zusätzliche Kosten.
Baupreissteigerung ist auch in Großalmerode Thema: Der Anbau an die Kita in Laudenbach verursacht zusätzliche Kosten. © Lothar Röss

Die Kindertagesstätte Laudenbach und das Landesprogramm „Zukunft Innenstadt“ standen im Mittelpunkt der Sitzung der Stadtverordnetenversammlung am Donnerstagabend.

Großalmerode – Zuerst aber hatte Bürgermeister Finn Thomsen „gute Nachrichten“, wie er sagte, für Großalmerode: Die Stadt wird künftig im Landesentwicklungsplan dem ländlichen Raum zugeordnet, das wiederum wird sich positiv auf die Finanzen Gemeinde auswirken, so Thomsen. Mit der Zuordnung zum ländlichen Raum ergibt sich beispielsweise der Anspruch auf eine Investitionspauschale für die Gemeinde.

Im Rahmen eines Workshops hatten sich im Mai in Großalmerode die städtischen Gremien und Produktverantwortlichen getroffen, um im Rahmen eines Workshops strategische und operative Ziele für das Jahr 2023 festzulegen. Das Parlament hatte sich im Vorfeld der Sitzung mit den Ergebnissen beschäftigt und konnte der Beschlussfassung so einmütig zustimmen. Zu den strategischen Zielen gehören unter anderem die Verminderung ungenutzter Gebäude und Potenzialflächen, die Verbesserung des sozialen Miteinanders und der Erhalt von Freizeiteinrichtungen. Zu den operativen Zielen zählen die jährliche Verleihung des Bürgerpreises, die Wiederbelebung des Seniorennachmittags und die Organisation eines Freiwilligen Tags.

Nicht ganz einig waren sich die Mitglieder des Parlaments bei der Genehmigung einer überplanmäßigen Haushaltsausgabe für die Errichtung eines Waschplatzes am Feuerwehrgerätehaus in der Kernstadt. Ursprünglich waren dafür 115 000 Euro veranschlagt worden. Jetzt soll er allerdings 150 000 Euro kosten. Die Mehrkosten in Höhe von 35 000 Euro würden sich laut Finn Thomsen aus den Berechnungen der Verwaltung, dem Vorliegen eines unverbindlichen Angebots und den bekannten Preissteigerungen im Bereich der Materiallieferungen ergeben.

Volker Pforr von der CDU stellte klar, dass die Fraktion für den Waschpark sei, schlug aber vor den Bau in das Jahr 2023 oder 2024 zu schieben. Finn Thomsen erklärte, warum das nicht möglich sei: „Der Waschpark in der Kernstadt kann zurzeit noch mit einer Ausnahmegenehmigung genutzt werden“, so Thomsen. Die sei aber nur erteilt worden, weil die Stadt nachweisen konnte, dass ein neuer, der DIN entsprechender Platz eingerichtet wird. Der Beschlussvorlage stimmte das Parlament mit vier Gegenstimmen zu.

Auch beim Ausbau der Kindertagesstätte in Laudenbach ergeben sich überplanmäßige Ausgaben: Der Genehmigung von zusätzlichen 40 000 Euro stimmten die Stadtverordneten am Donnerstag einstimmig zu. Darin enthalten sind laut Thomsen allein 23 000 Euro Mehrkosten für die geplanten Pflasterarbeiten. Da aber auch an anderen Stellen mit Baukostensteigerungen zu rechnen sei, einigte man sich auf 40 000 Euro. (Wiebke Huck)

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