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Rückblick auf 2021: Zuwachs bei den Eschweger Wehren

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Von: Kristin Weber

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Befördert und geehrt: Stadtbrandinspektor Sven Rathgeber (links) und Erster Stadtrat Thomas Große (rechts) ehrten die verdienten Feuerwehrmitglieder.
Befördert und geehrt: Stadtbrandinspektor Sven Rathgeber (links) und Erster Stadtrat Thomas Große (rechts) ehrten die verdienten Feuerwehrmitglieder. © Kristin Weber

Eschwege – Stadtbrandinspektor Sven Rathgeber hatte eine gute Nachricht für die gut 100 versammelten Brandschützer während der Jahreshauptversammlung der Freiwilligen Feuerwehr der Kreisstadt Eschwege: Die acht Stadtteilwehren rekrutierten im Jahr 2021 insgesamt 15 neue Aktive.

Gut, in der Statistik blieb nach Abzug der Austritte noch ein Plus von zwei übrig, dennoch hatte die Werbekampagne, die noch vor dem Beginn der Pandemie gestartet worden war, offenbar Früchte getragen. So belief sich der gesamte Personalstand am Ende des Jahres 2021 auf 161 aktive Feuerwehrmänner und -frauen.

„Ich könnte mir sehr gut vorstellen, mit dieser Kampagne in die zweite Runde zu gehen“, sagte Rathgeber. Weniger froh machte ihn der Blick auf den Stand der Aus- und Fortbildung. Die geforderten 40 Unterrichtsstunden Standortausbildung wurden teilweise deutlich unterschritten. Eigentlich dürften diese Einsatzkräfte nicht zum Dienst eingesetzt werden. Doch Rathgeber zeigte Verständnis: „Selbstverständlich ist mir bewusst, dass jeder und jede sicherlich ihre mitunter durchaus verständlichen Gründe haben wird, warum das gesetzte Ziel der 40 Stunden nicht erreicht wurde.“ Allerdings bilde es die Dienstvorschrift nicht ab, dass nur 20 Stunden ausreichten, wenn es mal nicht passe. Da höre dann für ihn der Spaß auf. Deshalb appellierte er eindringlich an die Feuerwehrmänner und -frauen, die Ausbildungseinheiten wahrzunehmen und damit Verantwortung zu tragen.

Sorgenkind Feuerwehr Niddawitzhausen

„Ein trauriges Beispiel, was passieren kann, wenn man keine Ausbildung betreibt, ist leider unser Sorgenkind, die Feuerwehr in Niddawitzhausen.“ Sie musste 2020 aufgrund mangelnder Ausbildung – bis heute – vom Einsatzdienst abgemeldet werden. Allerdings habe auch die Pandemie zu Hindernissen geführt: Lehrgänge wurden nur wenig angeboten, erst jetzt steige das Angebot wieder.

Insgesamt kamen die Eschweger Wehren auf 224 Einsätze im Jahr 2021, wovon 36 Fehlalarme waren. Die Jugendlichen, die diese am Stad reihenweise mutwillig ausgelöst hatten, konnten ermittelt werden. Der größte und schwierigste Einsatz fand am 24. April 2021 statt, als im Alten Steinweg zwei historische Fachwerkhäuser brannten. Kräfte aus Sontra mussten nachalarmiert werden, doch schließlich konnte das Feuer unter Kontrolle gebracht werden. Zusammen brachten es die Eschweger Wehren auf 9442 Einsatzstunden.

Kinder- und Jugendarbeit

In der Kinder- und Jugendarbeit kamen noch einmal 713 Stunden hinzu, wie Stadtjugendfeuerwehrwart, Ralf Rathgeber, berichtete. Auch hier steigen die Mitgliederzahlen – auch wenn wegen der Pandemie Aktivitäten oft nur online stattfinden konnten. In Vertretung des Bürgermeisters dankte der Erste Stadtrat, Thomas Große, den Feuerwehrleuten für ihre Einsatzbereitschaft und überreichte zusammen mit Sven Ratgeber Ehrungen und Beförderungen.

Neue Feuerwehrleute

Befördert wurden: Matthias Sippel (Eschwege), Kai Fischer (Niederhone) und Moritz Nolte (Niederhone). Zum Hauptfeuerwehrmann befördert wurden: Elias Kringel (Niederhone), Sebastian Möbs (Niederhone) und Leon Senevirante (Niederhone). Hauptlöschmeister wurde Jan Küllmer (Niederhone). Brandmeister wurde Mark Werneburg (Eltmannshausen).

Das Ehrenzeichen der Stadt Eschwege in Bronze erhielten Maik Rehbein (Niederdünzebach) und Boris Steinmetz (Niederdünzebach). Das Ehrenzeichen in Silber erhielt Thomas Mühlhause (Eltmannshausen).

Das goldene Ehrenzeichen der Stadt Eschwege, ebenso wie das Hessisches Brandschutzehrenzeichen in Gold wurde an Torsten Seeger aus Oberhone verliehen. Das Hessische Brandschutzehrenzeichen in Silber erhielten: Matthias John (Eschwege), Holger Jopp (Niederdünzebach), Edgar Osburg (Niederdünzebach), Sven Rathgeber (Eschwege) und Mark Werneburg (Eltmannshausen).

Von Kristin Weber

Das Brandschutzehrenzeichen in Silber für Holger Jopp, Edgar Osburg, Matthias John, Sven Rathgeber und Mark Werneburg.
Das Brandschutzehrenzeichen in Silber für Holger Jopp, Edgar Osburg, Matthias John, Sven Rathgeber und Mark Werneburg. © Kristin Weber

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