Synagoge und Herrenhaus

Gleich zwei Gebäude im Kreis sind für den Hessischen Denkmalschutzpreis nominiert

Eine Jury besuchte am Dienstag die ehemalige Synagoge in Abterode, die inzwischen zu einem Lern- und Gedenkort umgebaut worden ist.
+
Eine Jury besuchte am Dienstag die ehemalige Synagoge in Abterode, die inzwischen zu einem Lern- und Gedenkort umgebaut worden ist.

Die ehemalige Synagoge in Meißner-Abterode und das Herrenhaus Schloss Nesselröden in der Gemeinde Herleshausen sind für den Hessischen Denkmalschutzpreis nominiert.

Abterode/Nesselröden – Deshalb bekamen sie am Dienstag Besuch von den Jury-Mitgliedern. Die Gewinner des Denkmalschutzpreises werden am Donnerstag (15. Juli) benachrichtigt, wie Pressesprecherin Dr. Katrin Bek mitteilt.

Synagoge Abterode

Die ehemalige Synagoge in Abterode, die neben einem Lern- und Gedenkort im Obergeschoss außerdem im Erdgeschoss das „Lädchen für alles“ vom Verein Aufwind beherbergt, wurde von Dr. Martin Arnold, Andrea Roeth, Bürgermeister Friedhelm Junghans, Ludgar Arnold und Architekt Hans-Peter Schubert vorgestellt.

Mithilfe von Tablets können die Besucher eigenständig im Archiv der Synagoge stöbern, Videos von Zeitzeugen anschauen und selbst erfahren, was die jüdische Kultur ausmacht. So soll der Respekt vor jüdischem Leben gefördert werden. In den vergangenen Jahren wurde für den Umbau bis zur Eröffnung im Dezember 2019 viel Zeit investiert.Die habe sich aber gelohnt, denn die ersten Veranstaltungen wurden sehr gut angenommen, berichten die Gastgeber den Jury-Mitgliedern. Nach der coronabedingten Pause sind nun auch wieder regelmäßig Konfirmandengruppen vor Ort, so Ludgar Arnold.

„Die alte Synagoge begleitet mich schon mein gesamtes Leben, wir hätten uns vor 18 Jahren nicht erträumen können, dass wir mit dem Haus die Lebensmittelnahversorgung sicherstellen können und gleichzeitig die Geschichte des Ortes sichtbar machen können, wir haben viel erreicht und sind sehr stolz darauf“, so Bürgermeister Friedhelm Junghans.

Schloss Nesselröden

Ebenfalls nominiert ist das Herrenhaus in Nesselröden. Es ist Teil einer der bedeutendsten Schlossanlagen der Renaissance an der unteren Werra und befindet sich in Privatbesitz. Eigentümer Prof. Dr. Friedrich Kruse ließ das Schloss erst in den vergangenen Jahren aufwendig sanieren. Als imposantester Teil gilt das Herrenhaus. Es wurde vermutlich innerhalb einer älteren Wehranlage, zwischen 1592 und 1594 von Burkhardt Treusch von Buttlar erbaut. Doch im 19. Jahrhundert verstarb auch das letzte Mitglied des Nesselröder Familienzweigs und die Domäne ging in den Besitz der Landgrafen von Hessen-Philippsthal-Barchfeld über. 1930 erfolgte eine Sanierung des Gebäudes, die insbesondere Fassade und Dach betraf. sb/mai

Ebenfalls nominiert: das Herrenhaus Schloss Nesselröden in der Gemeinde Herleshausen.

Das könnte Sie auch interessieren

Kommentare

Kommentare

Hinweise zum Kommentieren:
Auf HNA.de können Sie Ihre Meinung zu einem Artikel äußern. Im Interesse aller Nutzer behält sich die Redaktion vor, Beiträge zu prüfen und gegebenenfalls abzulehnen. Halten Sie sich beim Kommentieren bitte an unsere Richtlinien: Bleiben Sie fair und sachlich - keine Beleidigungen, keine rassistischen, rufschädigenden und gegen die guten Sitten verstoßenden Beiträge. Kommentare, die gegen diese Regeln verstoßen, werden von der Redaktion kommentarlos gelöscht. Bitte halten Sie sich bei Ihren Beiträgen an das Thema des Artikels. Lesen Sie hier unsere kompletten Nutzungsbedingungen.