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Zweitägiges Sommerfest lockt Besucherscharen nach Großalmerode

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Von: Christoph Cortis

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Erstmals vergeben: Der Bürgerpreis der Stadt Großalmerode geht an die Damen-Gymnastikgruppe der Turngemeinde. Hier überreicht Bürgermeister Finn Thomsen die Urkunde an Christel Goßmann.
Erstmals vergeben: Der Bürgerpreis der Stadt Großalmerode geht an die Damen-Gymnastikgruppe der Turngemeinde. Hier überreicht Bürgermeister Finn Thomsen die Urkunde an Christel Goßmann. © Chris Cortis

Ein ganzes Jahrzehnt wollten sie dann doch nicht warten, die Großalmeröder, die ihr Heimatfest in fünfjährigem Rhythmus feiern – zuletzt vor sieben Jahren – ehe ihnen 2020 Corona einen Strich durch die Rechnung machte.

Großalmerode – Daher war es kein Wunder, dass die ganze Stadt in Feierlaune war, als am Wochenende die örtlichen Vereine und Verbände das erste Almeröder Sommerfest steigen ließen. Bis zu 2000 schätzt Organisator Martin Jilg die Zahl der Besucher, die am Samstag und Sonntag den Speckplatz im Herzen der Stadt ansteuerten, um nachzuholen, was sie lange Zeit vermisst hatten: Geselligkeit in froher Runde und dazu ein anspruchsvolles Programm, souverän moderiert von Frank Anacker. Als Stadtverordnetenvorsteher weiß er, wie das geht.

Bei strahlendem Sonnenschein und hochsommerlichen Temperaturen waren schattige Plätzchen heiß begehrt. Vielleicht auch deshalb machten die „Feierbiester“ die kühlere Nacht zum Tag, sodass die Zapfhähne am Sonntagmorgen erst gegen 6 Uhr hochgedreht wurden, wie Insider schmunzelnd berichten. Die musikalischen Akzente am Samstag setzten „Die Stölzinger“, die Band „Graveyard Blondes“ und Discjockey Kevin. Als optischen Höhepunkt bestaunten die Gäste rasante Jonglierkünste.

Bei wiederholten Auftritten des Musikzugs Großalmerode und der Formation „Almeröder Töne“ dehnte sich der Frühschoppen am Sonntag für manche Besucher bis zum späten Nachmittag aus. Detlef Ahlborn und Daniela Ricci plauderten auf Großalmeröder Platt und hatten mit amüsanten Sketches die Lacher auf ihrer Seite.

Lustiges in Mundart: Daniela Ricci und Detlef Ahrlborn bei ihrem Bühnenauftritt.
Lustiges in Mundart: Daniela Ricci und Detlef Ahrlborn bei ihrem Bühnenauftritt. © Chris Cortis

Zum ersten Mal wurde in der Tonstadt der Bürgerpreis vergeben. Der ging nach einhelligem Urteil der Jury an die Gymnastikgruppe der örtlichen Turngemeinde. Belohnt wurden die Damen für die Bepflanzung und Pflege der Blumenkübel in der Stadt, die alljährliche Dekoration des Weihnachtsbaumes sowie für die Gestaltung und das Schmücken des Osterbrunnens nach einer Idee von Ingrid Schaal und Peter Goßmann. Dessen Witwe Christel nahm die Urkunde aus den Händen von Bürgermeister Finn Thomsen entgegen, der den ehrenamtlichen Einsatz mit ebenso herzlichem Dank würdigte wie Uwe Range, der als Prokurist der VR-Bank Mitte eine Geldprämie in Höhe von 250 Euro überreichte.

Um harte Euros ging es auch bei einer Versteigerungsaktion zugunsten des Panoramabades, das bekanntlich wegen der bevorstehenden Sanierung gegenwärtig nicht benutzt werden kann. Nach den Worten des Bürgermeisters soll es erst zur Saison 2024 wiedereröffnen.

Angeboten wurden bei der Auktion verschiedene Dinge, die in dem dann runderneuerten Freibad nicht mehr benötigt werden. So trieb Auktionator Stefan Möller den Preis für einen Rettungsring auf 55 Euro. Eine glasierte Fliese wechselte für 15 Euro den Besitzer. Unter den Hammer kamen außerdem Bälle, schwimmende Absperrketten und ein Startblock.

Beim abschließenden Stadtradeln schwangen sich auch Bürgermeister Finn Thomsen und Parlamentschef Frank Anacker in den Sattel, um ihre Stadt aus einer etwas anderen Perspektive zu erleben. (Christoph Cortis)

Bei Bier hört der Spaß auf: Einen kühlen Schoppen gönnen sich Roland Kunz (von links), Heidrun Kauffold, Heidi Kunz, Rosi und Klaus Schwenk sowie Frank Krumpholz.
Bei Bier hört der Spaß auf: Einen kühlen Schoppen gönnen sich Roland Kunz (von links), Heidrun Kauffold, Heidi Kunz, Rosi und Klaus Schwenk sowie Frank Krumpholz. © Chris Cortis

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