Regionalplan genehmigt - Fraunhofer Institut wird Wind messen

200-Meter-Mast steht bald auf Rödeser Berg

Wolfhagen. Der Regionalplan Nordhessen ist genehmigt. Damit ist eine Voraussetzung für einen möglichen Bürgerwindpark in Wolfhagen erfüllt. Denn nach dem Plan sind nun grundsätzlich Windkraftanlagen auf dem Rödeser Berg zwischen Nothfelden und Niederelsungen möglich.

Eine endgültige Entscheidung für Windräder ist damit aber nicht gefallen. Denn jede einzelne Anlage - fünf sind dort geplant - müsse genehmigt werden, erklärt der Sprecher des Regierungspräsidiums in Kassel, Michael Conrad. Jetzt gehe es zunächst darum, Wind auf dem Rödeser Berg zu messen, sagt Martin Rühl, Geschäftsführer der Stadtwerke Wolfhagen, die einen Bürgerwindpark verwirklichen wollen. Der Mast sei 200 Meter hoch und soll laut Rühl im „April, Mai oder spätestens im Juni“ stehen. Von den Messungen versprechen sich die Stadtwerke verlässliche Daten für ihr Vorhaben.

Weil das Fraunhofer Institut für Windenergie und Energiesystemtechnik (IWES) in Kassel die Messungen anlässlich eines Forschungsprojektes übernehmen werde, entstehen für die Stadtwerke kaum Kosten, so Rühl. Vermutlich werde fünf Jahre für die Windforschung gemessen, aber schon nach einigen Monaten werde man verlässliche Daten für den Rödeser Berg erhalten. Unter anderem werde die Windgeschwindigkeit etwa alle 20 Meter bis in die Höhe von 200 Meter erfasst, erklärt Doron Callies von IWES: „Neben dem Wind werden auch meteorologische Größen wie Temperatur, Druck, Luftfeuchte, Niederschlag und Strahlung erfasst.“

Als Windvorrangflächen sind im Regionalplan auch zwei weitere Gebiete in Wolfhagen ausgewiesen, nämlich die Erweiterung des Isthaer Windparks und ein Areal zwischen Nothfelden und Oberelsungen. Die Stadt Wolfhagen, so Bürgermeister Reinhard Schaake, habe vergeblich versucht, diese Fläche aus dem Regionaplan nehmen zu lassen. SEITE 3, ZUM TAGE

Von Axel Welch

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