Der Arzt und Geburtshelfer Dr. Axel Vetter geht nach 30 Jahren heute in den Ruhestand

5000 Geschenke Gottes

Stabwechsel: Nach über 30-jähriger Tätigkeit als Frauenarzt, Geburtshelfer und Belegarzt der Kreisklinik Wolfhagen geht Dr. Axel Vetter heute in den Ruhestand. Nachfolgerin wird Julia Jungermann. Foto: zih

WOLFHAGEN. Wenn das Jahr 2009 zu Ende geht, endet in der Wolfhager Kreisklinik auch ein beispielhafter beruflicher Lebensweg: Für Dr. Axel Vetter, der dort seit August 1979 als niedergelassener Frauenarzt, Geburtshelfer sowie Belegarzt der gynäkologischen und Geburtsstation praktiziert, ist heute der letzte offizielle Arbeitstag. Danach tritt er seinen Ruhestand an.

Mit seinem Dienstende geht auch nach über 60 Jahren die Vetter‘sche Krankenhausära zuende. Denn schon sein Vater Dr. Jörg Vetter, der 1950 an das damals noch auf dem Gelände der ehemaligen Munitionsfabrik im Gasterfelder Holz befindliche Wolfhager Krankenhaus kam, dort ab 1970 die Gynäkologie aufbaute, war in der Kreisklinik bis 1986 eine Institution im Bereich der Frauenheilkunde und Geburtshilfe.

Sohn Axel, 1948 in Kassel geboren, wurde zwei Jahre später durch den Umzug seiner Eltern ein Wolfhager und entschied sich früh, in die Fußstapfen seines Vaters zu treten. Nach dem Abitur an der Wilhelm-Filchner-Schule studierte er in Münster Medizin, promovierte dort auch. Anschließend absolvierte er die mehrjährige Ausbildung als Facharzt für Frauenheilkunde und Geburtshilfe in einer Ulmer Klinik.

1979 trat er als niedergelassener Arzt im Wolfhager Krankenhaus als Partner seines Vaters in die dann gemeinsame Praxis ein. Diese erweiterten die beiden 1983 durch Dr. Werner Prinz, der elf Jahre später eine eigene Praxis im Wolfhager Krankenhaus eröffnete. Neue Vetter‘sche Partnerin wurde Marion Reif-Kaiser.

Nachfolgerin

Seine Nachfolgerin suchte Axel Vetter unter mehreren Bewerbern selbst aus. Es ist die 38-jährige Julia Jungermann, zuletzt Oberärztin der gynäkologischen Station im Kasseler Diakonissen-Krankenhaus..

Statistisch betrachtet hat der nun in den Ruhestand gehende Dr. Axel Vetter von den rund 40 000 Einwohnern des Altkreises Wolfhagen jedem achten auf die Welt geholfen - über 5000 Babys. Vetter, der seine Arzttätigkeit nicht als Beruf, sondern stets als Berufung sah, sagt: „Jede Geburt ist etwas Einmaliges. Und bei allem Vertrauen auf die persönliche ärztliche Kunst und das Können aber immer ein Geschenk Gottes.“

In seiner über 30-jährigen Arztzeit sind aber sechs Geburten etwas ganz Besonderes für ihn gewesen - die seiner eigenen drei Kinder sowie auch die der drei Enkelkinder. Das - vorerst - letzte Enkelchen holte er mit einem Kaiserschnitt.

Die Vetter‘sche Frauenarzttradition setzt Sohn Hannes fort, der derzeit dafür seine Fachausbildung in Berlin absolviert.

Bei aller Liebe zum Arztberuf freut sich Vetter auf das Rentnerdasein. Vor allem darauf, endlich mehr Zeit für Ehefrau Ulla sowie die Familie zu haben, die wegen des Krankenhausdienstes oft zurückstehen musste. Und neben sportlichen Aktivitäten und Reisen ist er natürlich auch als Opa jetzt stark gefordert. (zih)

Das könnte Sie auch interessieren

Kommentare

Kommentare

Hinweise zum Kommentieren:
In der Zeit zwischen 17 und 9 Uhr werden keine neuen Beiträge freigeschaltet.

Auf HNA.de können Sie Ihre Meinung zu einem Artikel äußern. Im Interesse aller Nutzer behält sich die Redaktion vor, Beiträge zu prüfen und gegebenenfalls abzulehnen. Halten Sie sich beim Kommentieren bitte an unsere Richtlinien: Bleiben Sie fair und sachlich - keine Beleidigungen, keine rassistischen, rufschädigenden und gegen die guten Sitten verstoßenden Beiträge. Kommentare, die gegen diese Regeln verstoßen, werden von der Redaktion kommentarlos gelöscht. Bitte halten Sie sich bei Ihren Beiträgen an das Thema des Artikels. Lesen Sie hier unsere kompletten Nutzungsbedingungen.

Die Kommentarfunktion unter einem Artikel wird automatisch nach drei Tagen geschlossen.