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95 Schüler bestanden ihr Abitur an der Wilhelm-Filchner-Schule

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Geschafft: 95 Abiturienten freuten sich am Samstag über ihre Abschlusszeugnisse und stellten sich vor der Übergabe stolz zum Gruppenfoto auf. 

Wenn es nach Sarah Engel geht, ist es gar nicht so schwer, ein gutes Abitur zu bauen. „Wirklich viel lernen musste ich nicht“, sagt die 18-Jährige, die dennoch zu den drei Jahrgangsbesten der Wolfhager Wilhelm-Filchner-Schule zählt und sich am Samstag während der feierlichen Zeugnisübergabe in der Kulturhalle über eine sehr gute 1,3 freute.

„Ich hätte mich noch mehr anstrengen können, aber mein Lernpensum war angemessen“, gibt sie sich zufrieden, denn sie weiß, dass ihr Schnitt reicht, um alles studieren zu können. „Es ist schön, die Auswahl zu haben“, freut sich die Balhornerin, die nun ein Physikstudium in Göttingen und einen späteren Job in der Quanteninformatik anstrebt.

Arbeiten auf norwegischen Bauernhöfen

In eine ganz andere Richtung führt es Mitschülerin Amrei Gränzdörffer, die ebenfalls eine 1,3 im Zeugnis stehen hat und vom Lernen erst einmal genug hat. Sie verabschiedet sich schon bald gen Norwegen, wo sie auf verschiedenen Biobauernhöfen arbeiten will. „Skandinavien hat mich schon immer gereizt, und für die Landwirtschaft habe ich mich entschieden, weil ich einfach draußen sein und körperlich arbeiten will, quasi als Ausgleich zur Schulzeit.“

Sollte dies am Ende doch nicht das Richtige für sie sein, hat die sie auch einen Plan B: „Irgendwas in Richtung Musik könnte ich mir gut vorstellen“, sagt die junge Frau aus Bründersen, die gern auf die schöne Zeit an der Wilhelm-Filchner-Schule zurückblickt, vor allem auf die musikalischen Aktivitäten.

Hatten in diesem Jahr die besten Abi-Noten: Sarah Engel (von links), Felix Walter und Amrei Gränzdörffer.

Dritter im Bunde der Besten, ebenfalls mit einer Durchschnittsnote von 1,3, ist Felix Walter. Auch er gibt sich bescheiden, freut sich zwar über das Ergebnis, aber „gebraucht hätte ich es nicht“, so der 18-Jährige, der im August ein duales Studium bei Daimler beginnt und seine Zukunft als Maschinenbauingenieur sieht. „Das habe ich seit anderthalb Jahren fest, und ich muss zugeben, dass ich mich deshalb auch nicht sonderlich angestrengt habe bei den Prüfungen.“ Nun sei aber erst mal Urlaub angesagt, und dann beginne der Ernst des Lebens.

95 von 98 haben bestanden 

Wie sich Sarah, Amrei, Felix und ihre Mitschüler am Tag ihrer Zeugnisübergabe fühlten, das weiß auch Schulleiter Ludger Brinkmann nur zu gut. Vor exakt 40 Jahren erlebte er es selbst und traf sich aus diesem Anlass am Samstag mit seinen früheren Schulfreunden, konnte deshalb bei der Abschlussfeier nicht dabei sein. Seine Vertreterin Katrin Bergmann übernahm gemeinsam mit den Tutoren die Verabschiedung und gab den Abgängern einen gut gemeinten Rat mit auf den Weg: „Seid mutig und entdeckt die Welt.“

98 junge Frauen und Männer hatten sich zum Abitur gemeldet, 95 von ihnen haben bestanden, und das mit einem Schulschnitt von 2,54. Der kann sich noch geringfügig ändern, drei Schüler nämlich haben ihre Prüfungen noch vor sich, konnten krankheitsbedingt am regulären Durchlauf nicht teilnehmen. Anders als sie halten es ihre Jahrgangskollegen bereits in Händen, das Papier, auf das sie all die Jahre hingearbeitet hatten und das ihnen nun im Namen der Schule, der Lehrer und des Landes Hessen die Reife bescheinigt.

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