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Altendorfer Posaunenchor besteht seit 50 Jahren

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Von: Sascha Hoffmann

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Freuen sich auf den 50. Geburtstag des Altendorfer Posaunenchores: Regina Raude (von links), Vorsitzende Sonja Richardt und Vize Heike Heerdt.
Freuen sich auf den 50. Geburtstag des Altendorfer Posaunenchores: Regina Raude (von links), Vorsitzende Sonja Richardt und Vize Heike Heerdt. © Sascha Hoffman

Chor gründete sich am 29. Juli 1972.

Altendorf – Posaunenchören haftet heutzutage nicht selten ein leicht miefiges Image an, das kann auch Sonja Richardt nicht leugnen. Die Vorsitzende des Altendorfer Posaunenchores wird aber nicht müde zu betonen, dass das nicht für alle Bläsergruppen gilt. „Wenn Sie hören, was wir so spielen, werden Sie feststellen, dass Posaunenchor auch anders geht.“

Derzeit, wenige Tage vor der Jubiläumsfeier, wird sich im manch einer im Dorf noch gut an die Anfänge erinnern. Es war der 29. Juli 1972, als 13 Mädchen und Jungen auf Initiative von Helmut Knieling einen Chor gründeten, der 50 Jahre später aus dem Dorfgeschehen kaum mehr wegzudenken ist. Anfangs kamen Marianne Stiefel, Sonja, Astrid, Frank und Hardy Griesel, Iris Ritte, Birgitt, Jörg, Karl-Heinz und Rainer Bräutigam, Michael Raude, Horst Brede sowie Wolfgang Viereckt nicht ohne die Hilfe einiger Bläser aus Elbenberg aus, die -- ebenfalls unter Leitung Knielings - schon mehr Erfahrung hatten. Doch die Altendorfer bissen sich durch und mauserten sich schnell zur munteren Bläsergruppe, die bereits 1975 während eines Kreisposaunenfestes und einer Vielzahl weiterer Auftritte beim Publikum punkteten, so etwa beim Evangelischen Kirchentag in Berlin, vor allem aber bei Gottesdiensten.

Als Jungbläserin ist Richardt 1985 zum Chor gestoßen, drei Jahre, nachdem Arno Gimbel den Dirigentenstab von Helmut Knieling übernommen hatte. „Da war der Chor schon rhythmischer unterwegs“, erinnert sich die heute 51-Jährige und schwärmt von musikalischen Ausflügen in den Jazz, Swing und Gospel. „Diese Ausrichtung hat durchaus einen Anteil daran, dass ich heute noch dabei bin, modernere Stücke braucht es einfach, um auch die Jugend für ein solches Hobby zu gewinnen.“ Gimbel habe die Jugendausbildung und den Chor insgesamt vorangetrieben, bis Eckhard Hantke ihn 2002 ablöste und den Chor seither führt. „Er ist studierter Musiker und setzt uns viele Sachen so, dass wir es gut spielen können“, so Richardt, die froh ist, dass auch Hantke als Pädagoge ein besonders gutes Händchen für den Nachwuchs hat. „Wir sind in Sachen Jugendlichen eigentlich gut aufgestellt, allerdings sind viele gerade in Ausbildung oder Studium.“ Das Schöne sei: Alle kämen zurück, und sei es nur, um zumindest sporadisch an den Proben im Dorfgemeinschaftshaus teilzunehmen.

Das bundesweite Chöresterben beobachten auch die Altendorfer mit Sorge, bei ihnen allerdings sei die Sorge um die Finanzen größer als die um den Nachwuchs. „Den Chorleiter weiter zu finanzieren, ist aktuell eine große Herausforderung für uns“, sagt Regina Raude vom Festausschuss. Der Chor, das Musizieren und die Gemeinschaft hätten sie schon immer fasziniert. Von Klein bis Groß seien alle dabei. „Unsere Dorfgemeinschaft lebt, auch dank des Posaunenchores.“ Das wird auch zur Jubiläumsfeier heute in einer Woche wieder deutlich, wenn alle gemeinsam anpacken und garantiert unter Beweis stellen, dass dem Altendorfer Posaunenchor auch nach 50 Jahren nichts Miefiges anhaftet. (Sascha Hoffmann)

Am 29. Juli 1972 gründeten 13 Mädchen und Jungen auf Initiative von Helmut Knieling den Altendorfer Posaunenchor.
Am 29. Juli 1972 gründeten 13 Mädchen und Jungen auf Initiative von Helmut Knieling den Altendorfer Posaunenchor. © Privat/Repro zhf

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