Rücksicht auf engen Wegen

Altenstädt: Landwirte werben mit Sprühfarbe auf Asphalt

Die Altenstädter Landwirte (von links) Markus Zuschlag, Lars Homburg, Bernd Döring, Axel Römer mit Sohn Justus Römer und Stefanie Wittich vom Kreisbauernverband Kassel mit einem Schlepper und dem aufgesprühten Zeichen.
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Werben für Rücksicht auf den Feldwegen: die Altenstädter Landwirte (von links) Markus Zuschlag, Lars Homburg, Bernd Döring, Axel Römer mit Sohn Justus Römer und Stefanie Wittich vom Kreisbauernverband Kassel. 

Das wird eng: Wenn sich Trecker auf der einen und Radfahrer oder Wanderer auf der anderen Seite auf einem Feldweg entgegenkommen, bleibt nicht viel Platz, um gefahrlos aneinander vorbei zu kommen. Vier Landwirte aus dem Bereich Altenstädt haben sich nun der Aktion „Rücksicht macht Wege breit“ angeschlossen und werben für Verständnis unter den Nutzern der Wege.

Das wird eng: Wenn sich Trecker auf der einen und Radfahrer oder Wanderer auf der anderen Seite auf einem Feldweg entgegenkommen, bleibt nicht viel Platz, um gefahrlos aneinander vorbei zu kommen. Vier Landwirte aus dem Bereich Altenstädt haben sich nun der Aktion „Rücksicht macht Wege breit“ angeschlossen und werben für Verständnis unter den Nutzern der Wege.

Gerade jetzt mit Beginn der Getreideernte sei die gegenseitige Rücksichtnahme von besonderer Bedeutung, sagt Römer. Der übliche asphaltierte Feldweg habe eine Breite von drei Metern. Schlepper bringen es bereits auf rund 2,50 Meter, mit angehängtem Arbeitsgerät sei man schnell bei drei Metern, die auch ein Mähdrescher mit abgenommenem Schneidwerk messe. Da brauche es Verständnis und Gelassenheit auf beiden Seiten, wenn sich Landwirte mit ihren Gerätschaften, Spaziergänger oder Radfahrer auf der Piste begegnen. Andernfalls könne es leicht zu Konflikten oder gar Unfällen kommen.

„Wir wollen gerne Platz machen“

Und so hat sich Römer vom Bauernverband die Schablone für die Aktion „Rücksicht macht Wege breit“ besorgt, dazu Sprühdosen mit Farbe. Nachdem auch die Stadtverwaltung Naumburg für Römers Vorhaben ihr Einverständnis erklärt hatte, zog er los und platzierte die Schablone auf Feldwegen rund um Altenstädt. An drei Stellen, unter anderem dem Mastenweg Richtung Naumburg und auf dem Knick nach Bründersen, hat Axel Römer den Aufruf zur gegenseitigen Rücksichtnahme auf den Asphalt gesprüht.

Römers Kollege Markus Zuschlag sagt, dass es leicht zu Missverständnissen auf den Wegen kommen könne. Der Bauer mit seinem breiten und schweren Gespann könne oft nicht so ohne Weiteres auf die Bankette ausweichen. Das werde aus Unkenntnis von anderen Nutzern leicht als Sturheit missverstanden. Da könne man mit entsprechender Gestik zur Entspannung beitragen. Und gerne komme man auch mit Wanderern und Radfahrern ins Gespräch, um zu erklären.

„Wir wollen gerne Platz machen“, sagt Axel Römer, aber diese Bereitschaft wünsche man sich eben auch bei den anderen Nutzern. Er lässt auch keinen Zweifel, dass man nichts gegen das Benutzen der Wirtschaftswege durch Freizeitnutzer habe. Im Gegenteil. „Je mehr hier auf unseren Wegen unterwegs sind, desto mehr erfahren doch auch etwas über unsere Arbeit.“ Und in diesen Tagen dazu noch schwarz auf weiß vom Wunsch der Landwirte nach mehr gegenseitiger Rücksichtnahme.

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