Vom Apfelbaum in die Saftflasche - Kinder halfen beim Keltern

Aus Äpfeln wird Saft: Noyan, Esmagül und André waschen mit Betreuerin Lena die Äpfel. Foto: zih

Wolfhagen. Wie kommt der knackige Apfel vom Baum als Fruchtsaft in die Flasche? Diese Frage bekamen die 19 Mädchen und Jungen der „gelben Gruppe“ des Wolfhager Kindergartens Liemecke vom Wenigenhasunger Dierk Schwedes beantwortet.

Schwedes ist Mitarbeiter im Fachbereich Landschaftspflege beim Landkreis Kassel und ehrenamtliches Vorstandsmitglied in der Streuobstwiesen-Initiative des Kreises (Silka). Auf Initiative der Erzieherin Alexandra Löber war in den von 90 Mädchen und Jungen besuchten Kindergarten gekommen. Staunend verfolgten die Kinder den Weg des Apfels in die Flasche und legten dabei selbst Hand an. Sie wuschen die Früchte, halbierten sie und füllten sie dann in den großen Trichter der von Dierk Schwedes mitgebrachten Presse.

Und natürlich durfte jedes Kind auch an der großen Kurbel der „Schnippelmaschine“ drehen, um die Äpfel zu maischen. Oder wie es der kleine Johannes treffend feststellte, um „Apfelmatsch zu machen.“ Anschließend kam die Presse zum Einsatz, und wie von Zauberhand floss aus dem Schlauch der Apfelsaft gluckernd in einen großen Behälter mit einem Zapfhahn. Aus dem füllten sich alle Kinder ihre Gläser mit naturtrüben Apfelsaft. Dierk Schwedes zeigte ihnen aber nicht nur die Apfelsaftherstellung, sondern von ihm erfuhren die Mädchen und Jungen auch, wie wichtig es ist, die Streuobstwiesen als Zeugnis alter Naturformen zu erhalten und dass eine solche Wiese Heimat für rund 5000 Tier- und 1000 Pflanzenarten ist.

Drei Wochen lang hatte sich in der gelben Kindergartengruppe alles rund um den Apfel gedreht. Erzieherin Alexandra Löber: „Die Kinder haben Bilder gemalt, einen bunten Apfelbaum gebastelt, wir haben bei unseren Naturexkursionen uns Apfelbäume angeschaut, Apfelbrei und Apfelgelee selbst hergestellt und Apfelkuchen gebacken. (zih)

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