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Arbeiten für den Mehrgenerationenplatz in Ehlen haben begonnen

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Von: Antje Thon

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Baustart für den Mehrgenerationenplatz in Ehlen: Bis Ende 2023 soll eine Freizeitanlage entstehen mit Skaterplatz, Tischtennisplatte, Kleinspielfeld mit Toren und Basketballkörben, Sprayerwand und Wall-Holla (im Plan grau). Barfußpfad und Boule-Platz ergänzen den Grünstreifen (im Plan grün). Bürgermeister Daniel Faßhauer und Christina Gerhold freuen sich zusammen mit Vertretern von Politik, Gemeinde und Baufirma, dass es losgeht.
Baustart für den Mehrgenerationenplatz in Ehlen: Bis Ende 2023 soll eine Freizeitanlage entstehen mit Skaterplatz, Tischtennisplatte, Kleinspielfeld mit Toren und Basketballkörben, Sprayerwand und Wall-Holla (im Plan grau). Barfußpfad und Boule-Platz ergänzen den Grünstreifen (im Plan grün). Bürgermeister Daniel Faßhauer und Christina Gerhold freuen sich zusammen mit Vertretern von Politik, Gemeinde und Baufirma, dass es losgeht. © Antje Thon

Der Platz macht Ehlen attraktiv und in der Region einzigartig. Die Gemeinde will fast eine halbe Million Euro in die Freizeitanlage investieren.

Ehlen – Lange haben sie auf diesen Moment gewartet – die Kommunalpolitiker vielleicht noch etwas mehr als Habichtswalds Kinder und Jugendliche. Die Bauarbeiten für den Mehrgenerationenplatz, der in Ehlen am Friedhofsweg entstehen soll, haben nun begonnen. Die Fläche ist abgezogen, Schotter gleichmäßig verteilt und verdichtet.

Seit fast vier Jahren beschäftigen sich Parlament, eine extra einberufene Arbeitsgruppe und die Gemeinde mit der Freizeitanlage, die in ihrer Angebotsbreite im Wolfhager Land einzigartig sein dürfte. Neben einem Kleinspielfeld mit Toren und Basketballkörben, einer Skateranlage mit Rampen, die auch mit BMX-Rädern befahrbar ist, sollen bis Jahresende auch eine runde Tischtennisplatte, an der mehrere Spieler gleichzeitig in Aktion treten können, und eine Sprayerwand entstehen. Im ersten Bauabschnitt werden 117 000 Euro investiert.

Im Frühjahr, so Christina Gerhold, Landschaftsarchitektin und seit Kurzem im Bauamt der Gemeinde tätig, soll der zweite Abschnitt in Angriff genommen und bis Ende kommenden Jahres abgeschlossen werden. Herzstück in dieser Bauphase ist eine Wall-Holla. Die hatten sich die Jugendlichen gewünscht, deren Ideen und Vorschläge sich auf dem Freizeitgelände wiederfinden. Dabei handelt es sich um eine platzsparende, vertikale Spielanlage mit Möglichkeiten zum Klettern für Kinder unterschiedlichen Alters. Das Modul, für das sich das Parlament entschieden hat, soll 320 000 Euro kosten. Dabei hofft die Kommune auf einen Zuschuss in Höhe von 65 Prozent. Ferner fließen 150 000 Euro aus der Hessenkasse in die Finanzierung des Parks.

Neben der Wall-Holla ergänzen eine Boule-Anlage und ein Barfußpfad den Platz. Der Pfad, so Gerhold, könne möglicherweise kostensparend in Eigenregie angelegt werden. Er soll in einer geschwungenen Linie den Grünstreifen zwischen dem Warme-Bach und den Spielelementen durchziehen. Die Fläche unmittelbar am Bachufer dient gleichzeitig als Überschwemmungsgebiet und soll nicht bebaut werden. Damit regiert die Kommune auf einen Vorfall im nordhessischen Neukirchen, bei dem drei Kinder beim Spielen in den nicht eingezäunten Dorfteich gefallen und ertrunken waren. Aus diesem Grund hatte die Gemeinde Habichtswald vor einigen Jahren die einst unmittelbar am Ufer aufgestellten Spielgeräte einkassiert und den Platz geschlossen.

Der damit zunächst ausgelöste Protest in Teilen der Bevölkerung habe einen kreativen Prozess in Gang gesetzt, in den verschiedene Gruppen aus Habichtswald involviert seien und die so gemeinsam die Anlage entwickelt hätten, sagt Arne Winkler, Vorsitzender des Ausschusses für Soziales, Kultur und Tourismus. „Das ist wirklich ein vorbildlicher Entstehungsprozess.“ Er sei sich dessen bewusst, dass das Gelände viel Geld kostet. Gerade Kinder und Jugendliche hätten aber mit Corona eine harte Zeit hinter sich. Und es wäre nicht fair, nun wegen steigender Kosten das Vorhaben zu streichen und damit die junge Generation zu bestrafen.

Bürgermeister Daniel Faßhauer merkte an, dass mit den neuen Baugebieten die Zahl junger Menschen in Habichtswald zunehmen würde und Freizeitanlagen und Spielplätze wichtig seien. Für ihn sei der Mehrgenerationenplatz ein attraktives Angebot und eine Aufwertung der Gemeinde Habichtswald.

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