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Arztpraxis zieht an den Stadtrand

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Von: Bea Ricken

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das neue Gesundheitsversorgungzentrum.
Drei identische Gebäude wie dieses sollen in Wolfhagen, Sachsenhausen und Jesberg entstehen und die Gesundheitsversorgung auf dem Land verbessern. © Architekturbüro Marterer/nh

Das zukünftige Gesundheitszentrum in Wolfhagen soll den Hausärztemangel auffangen

Wolfhagen – Der akute Hausärztemangel in Wolfhagen im Jahr 2013 hat Ralf Wittwer in den Altkreis gelockt: „Die Stadt Wolfhagen warb seinerzeit händeringend um Ärzte.“ Das Ehepaar Wittwer war damals nur in der Region Edersee aktiv.

Später, als auch für Naumburg und Bad Emstal keine Nachfolger in Sicht waren, eröffneten die Wittwers dort weitere Filialen, ebenso wie in anderen Landkreisen. Derzeit arbeiten 16 Ärzte für die Hausarztgemeinschaft Waldeck-Wolfhager Land. Auch aktuell wird in den Praxen ein flexibles Arbeitszeitmodell umgesetzt, das auf die geplanten Gesundheitszentren übertragen werden soll.

In Wolfhagen entsteht das Gesundheitszentrum unter dem Namen „Projekt Gesundheit Wolfhager Land“ auf einem 2000 Quadratmeter großem Grundstück im Neubaugebiet an der Kurfürstenstraße. Nach Fertigstellung werden die jetzigen Räume der ehemaligen Praxis Dralle in der Mittelstraße aufgegeben.

Arztpraxen, Apotheken, Physiotherapien und Sanitätshäuser sollen untergebracht werden

Im Gesundheitszentrum sollen eine Arztpraxis, Apotheke, Physiotherapie und ein Sanitätshaus untergebracht werden. Im Obergeschoss gibt es weitere Räume für Logopäden, Ergotherapeuten oder einen Pflegedienst und Verwaltungsräume sowie eine Einliegerwohnung. Alles erinnere ein bisschen an Polikliniken in der ehemaligen DDR, meint der 62-Jährige. „Wir haben das Konzept der Poliklinik in die heutige Zeit hineinkatapultiert.“

Geplant sind 30 Parkplätze und alles, was an Digitalisierung derzeit möglich sei. Eine große Rolle werden auch regenerative Energien spielen. Neben einer Dachbegrünung sorgen eine Wärmepumpe und eine Photovol- taikanlage für Energie. In der Arztpraxis sollen vom Platzangebot drei Ärzte gleichzeitig arbeiten können, um die weiter steigenden Patientenzahlen bewältigen zu können.

Die Kapazitäten in den Praxen seien einfach erschöpft. Nur Kooperationen von Ärzten machten in Zukunft Sinn, so Wittwer. Er hofft, das Gesundheitszentrum im kommenden Jahr eröffnen zu können. Mitarbeiter, die Interesse haben, dort zu arbeiten, können sich schon jetzt melden. (Bea Ricken)

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