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ASB-Rettungswache in Oberlistingen ab sofort einsatzbereit

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Von: Monika Wüllner

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Rechts im Bild Rico Nebe, Rettungssanitäter und (links) Lukas Becker, Notfallsanitäter, sind auf jeden Fall einsatzbereit und haben ihren Dienst am 1. November in Oberlistingen aufgenommen.
Rechts im Bild Rico Nebe, Rettungssanitäter und (links) Lukas Becker, Notfallsanitäter, sind auf jeden Fall einsatzbereit und haben ihren Dienst am 1. November in Oberlistingen aufgenommen. © Wüllner, Monika

Der ASB hat seine provisorischen Zelte am Igelsbettweg aufgeschlagen. Die Rettungswache ist in Containern. Ein Teil des Inventars fehlt noch.

Oberlistingen – Einsatzbereit ist die ASB-Rettungswache in Oberlistingen seit dem 1. November. Wenn auch zunächst die Rettungskräfte in Containern ihren Dienst absolvieren: ein Neubau ist in Sicht. Gemeinsam mit der Listinger Wehr soll am Igelsbettweg/Arolser Straße ein neues, modernes Domizil für Feuerwehr und Rettungsdienst entstehen. „Wir hatten keine Vorlaufzeit und deshalb auch noch keine Pläne oder Zahlen“, sagte Judith Ehret, Geschäftsführerin des Arbeiter-Samariter-Bundes (ASB) im Regionalverband Kassel-Nordhessen. Ursprünglich hatten die Johanniter geplant, hier eine Rettungswache zu errichten. Jetzt ist der ASB kurzfristig eingesprungen.

Neue Rettungswache ASB in Oberlistingen: hier an der Baustelle an der Arolser Straße/Ecke Igelsbettweg stehen jetzt Container für die Rettungs- und Notfallsanitäter. Dort soll ein neues Feuerwehrhaus für die Listinger Wehr (Oberlistingen und Niederlistigen) und eine Tagwache des ASB entstehen.  
Neue Rettungswache ASB in Oberlistingen: hier an der Baustelle an der Arolser Straße/Ecke Igelsbettweg stehen jetzt Container für die Rettungs- und Notfallsanitäter. Dort soll ein neues Feuerwehrhaus für die Listinger Wehr (Oberlistingen und Niederlistigen) und eine Tagwache des ASB entstehen.   © monika wüllner

Eine Anfrage bei Regina Ross, Regionalvorstand der Johanniter im Regionalverband Kurhessen, blieb bis Redaktionsschluss unbeantwortet. Die Johanniter haben die Rettungswache im Caldener Ortsteil Ehrsten bereits am 1. September an das Deutsche Rote Kreuz abgegeben. Personalnot wurde als Begründung vom damaligen Regionalvorstand angegeben. Ob das der Grund nun auch für den Wechsel in Oberlistingen ist, bleibt zunächst offen.

Judith Ehret Geschäftsführerin des ASB Kassel-Nordhessen
Judith Ehret Geschäftsführerin des ASB Kassel-Nordhessen © Hoffmann, Sascha

„Wir haben natürlich ein großes Interesse daran, so schnell wie möglich die Tagwache zu bauen“, erklärte Judit Ehret. Die Containerlösung sei der Kurzfristigkeit geschuldet, solle aber keine Dauerlösung sein. Denn die Mitarbeiter der zwölf-Stunden-Wache an sieben Tagen sollen auch einen guten Arbeitsplatz haben und damit zufrieden sein. Für die Menschen in der Region sehe sie die Rettungswache am Standort in Oberlistingen als Gewinn. Vor Ort werden ein Rettungs- und ein Notfallsanitäter sein, eventuell noch ein Schüler oder Auszubildender sowie ein Einsatzwagen. Wann der Bau beginnt, konnte Ehret nicht sagen. „Wir sind mit Nachdruck daran, die Pläne umzusetzen und Kosten zu klären und sind jetzt noch ganz in der Anfangsphase. Aber wir wollen das so schnell wie möglich umsetzen, auch wenn das sehr herausfordernd ist“, so Judith Ehret.

Gremien und Behörden werden nun entscheiden. Im Gespräch sei der ASB bereits mit dem bisherigen Planungsbüro Bauwerk in Korbach. Die hatten bereits erste Pläne für Feuerwehrhaus und Rettungswache den Gemeindevertretern in Breuna vorgestellt.

Rico Nebe, Rettungssanitäter und sein Kollege Lukas Becker, Notfallsanitäter, fühlen sich in ihrer neuen Unterkunft in Oberlistingen jedenfalls wohl. Auch wenn es vorübergehend nur Container sind, in denen sie ihren Dienst verrichten, sind beide hoch motiviert von ihrem Standort aus Menschen zu helfen und Leben zu retten. Die Nähe zur Bundesstraße 7 und der bereits fast abgeschlossene Ausbau der Ortsdurchfahrt in Oberlistingen machen den Standort perfekt. ArchivFoto: sascha hoffmann

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