Asylbewerber-Unterkunft in Niederelsungen bezogen

Reibungslose Ankunft: Inzwischen sind alle 24 Bewohner in die Gemeinschaftsunterkunft Niederelsungen eingezogen, in der Mitte von links Reinigungskraft Dagmar Bondzio, Hausmeister Kai Weckerlein und Hausleiterin Catja Houij vor dem Gebäude. Fotos: Ulbrich

Niederelsungen. Der Bezug der neuen Gemeinschaftsunterkunft für Asylbewerber in Niederelsungen ist vollzogen.

Die 24 Bewohner aus acht Nationen haben den Einzug in den ehemaligen Landgasthof Am Riesen, der im November begonnen hatte, abgeschlossen, sagt Hausleiterin Catja Houij. Dabei habe es keinerlei Probleme gegeben.

Darüber sei man sehr froh, sagt die Diplom-Sozialpädagogin. Natürlich hätte es in den vergangenen Wochen viel zu tun gegeben, letzte Arbeiten im Objekt, was einige Zeit leer stand, mussten noch erledigt werden. Nach und nach erhält die Gemeinschaftsunterkunft auch weitere Gegenstände, um für etwas Abwechslung zu sorgen. Ein provisorischer Sportraum im Keller ist entstanden, auch eine Tischtennisplatte steht bereits zur Verfügung.

Ansonsten ist die Unterkunft mit einfachen Zimmern ausgestattet, die von den Flüchtlingen alleine, zu zweit oder dritt genutzt werden. Der größte Bereich steht einer Familie aus Serbien zur Verfügung, die sechs Kinder hat.

Hilfe bei der Renovierung 

Unter den Bewohnern herrsche eine gute Stimmung und große Hilfsbereitschaft, von der Houij auch selbst profitiert habe: „Bei der Renovierung meines Büros haben die Bewohner kräftig mitangepackt.“ Aber auch ihr ehemaliger Beruf als Schlosserin habe ihr beim Neustart in Niederselsungen sehr geholfen, sagt sie mit einem Schmunzeln.

Auch geholfen habe beim Bezug und der Anfangszeit die Tatsache, dass mit Reinigungskraft Dagmar Bondzio und Hausmeister Kai Weckerlein zwei Menschen beschäftigt seien, die als Nachbarn sowohl Ort als auch Gebäude bestens kennen. Weckerlein hatte den ehemaligen Landgasthof einige Monate gepachtet und ist neben der Hausleiterin weiterer Ansprechpartner für die Flüchtlinge.

Aktiv mitgeholfen: Bei der Renovierung des Büros von Hausleiterin Catja Houij packten die Asylbewerber kräftig mit an.

Ziel sei laut Houij, dass die Asylbewerber sich so schnell wie möglich selbst organisieren. Deshalb würde niemand der Bewohner etwa mit dem Auto zum Einkaufen gefahren, auch die Arztbesuche sollen größtenteils ohne Begleitung erfolgen. Dies sei durch die Bus-Anbindung nach Breuna und Wolfhagen aber auch kein Problem. Daher sei es auch gewollt, dass sie eben nicht täglich rund um die Uhr vor Ort sei, ergänzt die Hausleiterin. Erste Kontakte mit der Bevölkerung seien positiv verlaufen, sie habe bisher von keinerlei Problemen gehört.

Indiz dafür sei auch die Tatsache, dass man zur örtlichen Adventsfeier eingeladen wurde, an der zwölf Bewohner teilgenommen hätten. Im Januar will man die Niederelsunger zu einer Begrüßungsveranstaltung einladen, aber auch so könne man sie jederzeit ansprechen, sagt Houij.

Von Nicolai Ulbrich

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