Auftakt in die Zweiradsaison: Mensch und Maschinen müssen eine Einheit sein

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Gemeinsame Ausfahrt in einer großen Gruppe: Der Wolfhager Polizeichef Volker Pieper hat zehn Jahre lang solche Ausfahrten organisiert. Er gibt für den Saisonbeginn Tipps.

Wolfhager Land. Zum Start in die Motorradsaison empfiehlt es sich, an einem Sicherheitstraining teilzunehmen. Die Fahrer sollen dort wieder mit der Maschine vertraut werden.

Es ist wichtig, dass die Biker ihre Kenntnisse auf den neuesten Stand bringen. Das raten jedenfalls Polizei und Verkehrswacht.

Das Ziel eines Sicherheitstrainings soll sein, das eigene Zweirad sicher zu beherrschen. Geübt werden Elemente, die jeder Biker beherrschen sollte: Slalom um Hindernisse, langsames Fahren über schmale Bretter, Bremsmanöver aus verschiedenen Fahrgeschwindigkeiten heraus und das Fahren kleiner Kreise, ohne dass die Maschine umkippt. Norbert Ithner, Vorsitzender der Verkehrswacht Wolfhagen und Fahrschullehrer, empfiehlt zudem einen Besuch in der Fahrschule. Dort gebe es ganz individuelle Beratungen und Tipps für den Einstieg.

Volker Pieper

Volker Pieper, Chef der Polizeistation in Wolfhagen, erklärt, dass das Motorradfahren viele Fähigkeiten erfordert, die über Jahre erlernt und automatisiert werden müssen.

Pieper weiß, wovon er spricht, denn er fährt selbst schon seit 39 Jahren Motorrad und hat über zehn Jahre jährliche Polizeiausfahrten organisiert. „Ohne ständiges Training und Fahrpraxis geht einiges verloren. Das ist nicht vergleichbar mit Radfahren oder Schwimmen, wo gilt: Einmal gelernt, reicht für immer“, sagte Pieper. Dabei gehe es nicht um Hupen, Blinken oder Schalten, sondern um die Einschätzung der Kurven, der Schräglage und des Bremsweges. „Das Zusammenspiel zwischen Kopf und Körper muss erst wieder entstehen“, sagte Pieper.

Er empfiehlt, einen Parkplatz oder einen Bereich aufzusuchen, wo kein Verkehr zu erwarten ist, oder Übungsplätze zu nutzen oder an Sicherheitstrainings teilzunehmen.

Für die Maschine gilt: Grundsätzlich volle Funktionsfähigkeit und Betriebssicherheit, insbesondere der Bremsen, Bremsflüssigkeit, Reifen (Mindestprofiltiefe 1,6 Millimeter), Luftdruck, Licht und Kette. Grundsätzlich gelte, dass ein Motorradfahrer bei Unfällen immer „zweiter Sieger“ sei. Egal wie die Schuldfrage aussehe, der Motorradfahrer bleibe bei solchen Ereignissen durch sein relativ ungeschütztes System nur mit viel Glück unversehrt.

Noch etwas: Wer mental und emotional nicht gut drauf ist, sollte die Maschine stehen lassen.

Wer sich für ein Sicherheitstraining interessiert, kann sich unter www.kreisverkehrswacht-waldeck-frankenberg.de oder unter Tel.: 05691 / 877139 informieren. Der Übungsplatz liegt an der Bundesstraße 450/Hagenstraße 25 im Bioenergiepark Nordwaldeck.

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