283 Mal ausgerückt: So viele Einsätze wie nie für Wolfhager Feuerwehr

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Wolfhager Land. Für die Einsatzkräfte der Wolfhager Feuerwehren war 2015 ein extremes Jahr. 283 Mal rückten die freiwilligen Helfer aus, so oft wie zuvor noch nie. 

Das sagt Stadtbrandinspektor Frank Brunst. Zwischen 170 und 200 Alarmierungen habe es im Schnitt in den Jahren zuvor gegeben.

Brunst geht davon aus, dass die Zahl der Einsätze künftig sogar noch steigen könnte. Spätestens ab dem Jahr 2017 sollen für die Feuerwehren im Wolfhager Land neue Einsatzstichworte gelten, denen eine hessenweit einheitliche Definition zugrunde liegt. Bei den jeweiligen Gefährdungslagen müssen hinsichtlich Personalstärke und Einsatzfahrzeugen strengere Mindestanforderungen erfüllt werden. Für die Feuerwehren bedeutet das vor allem ein vermehrtes Ausrücken in Nachbarkommunen.

Bei einem Gebäudebrand zum Beispiel in Naumburg werde dann nicht wie bisher zunächst die Feuerwehr am Ort alarmiert und gewartet, wie sich die Lage entwickelt, um gegebenenfalls die Drehleiter aus Wolfhagen anzufordern. „Die Drehleiter muss sofort geschickt werden“, auch wenn die Leiter gar nicht benötigt werde, sagt Brunst. Hintergrund: Die Rettungsfristen sollen verkürzt und die Sicherheit für die Menschen erhöht werden.

Die hohe Einsatzdichte im vergangenen Jahr hatte aber andere Gründe. Unwetter in den Monaten Januar und März sowie Anfang Juli hielten alle Feuerwehren in den Altkreiskommunen auf Trab. Beispiel Breuna: Die vier Wehren der kleinen Gemeinden eilten innerhalb eines Jahres zu 100 Einsätzen, ein Jahr zuvor waren es halb soviel. In 80 Fällen waren die Brandschützer bei Hilfeleistungen gefragt, sagt Gemeindebrandinspektor Marc Döring. Neben der Beseitigung von Unwetterschäden seien Wespennester, von denen sich Anwohner genervt fühlten, ein weiterer Grund für das erhöhte Arbeitspensum gewesen.

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