Vereine arbeiten Hand in Hand

Austrocknender Teich: Burghasunger retteten 5000 Fische

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Nur noch Pfützen: Der Teich auf dem Burghasunger Berg ist durch die Trockenheit der vergangenen Monate ausgetrocknet. In den Pfützen starben die Fische. 

Burghasungen. Mit Eimern, Schüsseln und Keschern pilgerten die Burghasunger am Mittwoch zum eingetrockneten Teich auf der Spitze des Berges. 

Während die einen immer wieder Fische aus den schlammigen Pfützen holten, standen andere schon bereit und bugsierten die Fische in Fässer mit sauberem Wasser, das die Feuerwehr im Tankwagen auf den Berg schaffte.

Mit Treckern wurden die Ladungen mit Fischen ins Dorf gebracht, wo viele Privatleute sie entgegennahmen und in ihre Teiche setzten.

Der Ortsbeirat mit Ortsvorsteher Fabian Kaiser an der Spitze war überwältigt von der Hilfsbereitschaft der Bevölkerung. Zum Start der Rettungsaktion für die Fische, meinte Kaiser noch: „Wir haben gar nicht so viel Fische wie uns Teiche angeboten wurden“. Dies relativierte sich während der Aktion allerdings schnell. In den Wasserlachen kämpften Tausende von Fischen ums Überleben. Die Mitglieder des Zierenberger Angelsportvereins schätzten allein die Zahl der geretteten Fische auf mehr als 5000.

Die Obere Naturschutzbehörde beim Regierungspräsidium Kassel hatte zuvor grünes Licht für die Aktion gegeben. „Wir begrüßen es sogar, dass die Burghasunger die Fische aus dem Teich holen“, sagte Axel Krügener, der für das Naturschutzgebiet auf dem Burghasunger Berg zuständig ist.

Der Vorsitzende des Angelsportvereins Zierenberg, Timo Wendt, und weitere Mitglieder des Vereins leiteten die Rettungsaktion an. Zusammen mit Bürgern, den Mitgliedern des Ortsbeirates, der Feuerwehr und Vertretern der örtlichen Vereine wurden Bohlen über die schlammigen Bereiche verlegt und von da die Fische mit dem Kescher eingesammelt. Eine Vielzahl von Kindern war mit Feuereifer dabei. Laut Wendt konnten vor allem die großen Fische, die keinerlei Überlebenschancen hatten, umgesetzt werden. „Die Kleinen waren nicht alle zu fangen, wir hoffen jetzt auf Regen, dann schaffen die das auch“, meinte Wendt.

Nur noch Pfützen: Der Teich auf dem Burghasunger Berg ist durch die Trockenheit der vergangenen Monate ausgetrocknet. In den Pfützen starben die Fische. 

Der Ortsvorsteher will in den nächsten Tagen immer wieder nach den Fischen sehen. „Notfalls wiederholen wir die Aktion noch mal“, so Fabian Kaiser. Aus Sicht aller Beteiligten konnte das tagelange qualvolle Sterben auf dem Berg nicht hingenommen werden. „Burghasungen steht immer bereit, wenn es gilt Menschen und auch Tieren zu helfen“, sagte die stellvertretende Ortsvorsteherin Svenja Bayer.

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