Auszeichnung für Bad Emstaler Bürgerstiftung

Ausgezeichnete Stiftung: Pfarrer Stefan Kratzke (links) und Bürgermeister Ralf Pfeiffer mit der Urkunde für die Bad Emstaler Bürgerstiftung. Foto:  Renner

Bad Emstal. Die Bürgerstiftung Bad Emstal wurde vom Land Hessen als Stiftung des Monats Juni ausgezeichnet.

Die Vorsitzenden der Stiftung, Bürgermeister Ralf Pfeiffer und Pfarrer Stefan Kratzke, freuen sich über die Ehrung und hoffen, dass sich nun mehr Unterstützer finden als bisher.

Einen Scheck über 500 Euro hatte Staatsminister Axel Wintermeyer bei der Ehrung beim Hessentag in Hofgeismar übergeben. Dieses Geld wird nun in das Stiftungskapital übertragen. Damit beläuft sich das Vermögen jetzt auf rund 130.000 Euro. Als die Stiftung vor gut fünf Jahren ins Leben gerufen wurde, waren es rund 100.000 Euro.

Angetastet werden darf dieses Guthaben allerdings nicht, lediglich die Zinsen dürfen für den guten Zweck genutzt werden. Das Problem sind die niedrigen Zinssätze, sagt Pfarrer Stefan Kratzke. Allzu viel falle nicht ab für Förderungen. Rund 2000 Euro gibt die Bürgerstiftung jedes Jahr aus, seit der Gründung waren es gut 10.000 Euro.

Das Geld floss beispielsweise an die Jugendfeuerwehr in Sand, um neue Jacken und Schuhe zu kaufen und an die Kindergärten zur Anschaffung neuer Bücher. Die letzte große Unterstützung ging an das Mini-Café in der Telefonzelle: 2000 Euro hat die Bürgerstiftung beigesteuert.

Drei bis vier Anträge auf Förderung kommen pro Jahr, sagt Ralf Pfeiffer. Um diese Wünsche erfüllen zu können, ist die Bürgerstiftung auf Spenden angewiesen. „Durch die Zinsen schaffen wir es kaum, unser Vermögen zu erhalten“, sagt Pfeiffer. „Wir brauchen Spenden, um etwas tun zu können.“ Auch Pfarrer Kratzke hofft, dass „sich die Spendenbereitschaft noch deutlich bessert“.

Die Stiftung ist außerdem im Besitz zweier Baugrundstücke in Balhorn und Merxhausen. Die möchte sie baldmöglichst verkaufen, denn auch die Unterhaltung der Grundstücke koste Geld.

Ersetzen kann und will die Emstaler Stiftung aber keine öffentlichen Förderungen, betont Pfeiffer. Man könne bestehende Angebote nur ergänzen. Ob Bildung, Naturschutz, Kunst und Kultur, Heimatpflege, Sport oder Kirchen - in jedem Bereich, der dem Wohlergehen dient, engagiert sich die Stiftung gern. Mitverantwortung für die Gestaltung und Förderung des Gemeinwesens will die Bürgerstiftung damit übernehmen. Pfeiffer und Kratzke sind sich sicher, dass sich damit auch die Attraktivität einer Gemeinde steigern lässt.

Gesucht werden aber nicht nur Spender von Geld, sondern auch von Ideen und Zeit. Jeder kann sich einbringen und so die gemeinnützige Arbeit für alle Bad Emstaler unterstützen.

Weitere Infos zur Bürgerstiftung, zu Beteiligungsformen und zu Projekten gibt es auch im Internet auf der Seite www.buergerstiftung-bad-emstal.de.

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