Koch mit Leib und Seele

Azubi Marius Ritter aus Bad Emstal hat Pokal des Kasseler Koch-Clubs gewonnen

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Liebt frische Lebensmittel: Marius Ritter lernt im Hotel Emstaler Höhe den Beruf des Kochs. Als Azubi hat er jetzt den Koch-Club-Kassel-Pokal gewonnen.

Bad Emstal. Frische Produkte, Kreativität bei der Kombination der Zutaten, Arbeit im Team – Marius Ritter ist mit Leib und Seele Koch. Oder genauer: Der Auszubildende im dritten Lehrjahr ist auf dem besten Weg, sein Berufsziel zu erreichen. Jetzt hat der 21-Jährige aus Bad Emstal den Koch-Club-Kassel-Pokal gewonnen.

Zusammen mit seinem Chef Stefan Frankfurth, Inhaber des Hotels Emstaler Höher, ist er mächtig stolz auf das Ergebnis. 15 Azubis aus Nordhessen hatten sich um den begehrten Preis beworben.

In der Vorrunde überzeugte Marius Ritter mit seinem profunden Wissen in den Bereichen Warenkunde und Kalkulation. So sei es darum gegangen, Gewürze zu bestimmen und beispielsweise von einem Filet den richtigen Namen des Fisches zu benennen, aus dem es herausgelöst wurde. Schließlich musste der 21-Jährige aus einer Liste von zuvor festgelegten Zutaten ein Drei-Gänge-Menü zusammenstellen. An den Töpfen wartete auf die Teilnehmer die Aufgabe, Putengeschnetzeltes Züricher Art zu kochen. Das Ergebnis überzeugte, und der junge Bad Emstaler stand mit sechs Konkurrenten in der Endrunde.

Eine gute Referenz

Im Endausscheid galt es, das zuvor kreierte Menü zu kochen und der Jury zu servieren. Bewertet wurde nach den Kriterien: Geschmack, Hygiene und Verkaufsfähigkeit. Marius Ritter erkochte sich den ersten Platz. „Das war für mich eine super Vorbereitung auf die Prüfung. Und natürlich ist der Pokal eine gute Referenz für Bewerbungen“, sagt er. Nach Abschluss seiner Ausbildung möchte Ritter noch zwei Jahre in der Emstaler Höhe arbeiten und berufsbegleitend in Korbach Betriebswirt studieren. Und dann dürfte eine Zeit mit vielen Wechseln anstehen. „Jungköche sollten jährlich in einem anderen Betrieb arbeiten“, sagt der Azubi und freut sich schon jetzt darauf.

Mehr Respekt

Ob er sich später einmal selbstständig machen möchte, oder aber auf einen Job als Küchenchef hinarbeiten wolle, das werde die Zukunft zeigen. Fest allerdings steht bereits heute: „Den Beruf würde ich wieder ergreifen, müsste ich mich entscheiden.“ Seit er sich mit der Zubereitung von Lebensmitteln beschäftige, habe sich sein Verhältnis zu Produkten geändert. Er behandle die Lebensmittel mit mehr Respekt und Wertschätzung. „War früher ein Stück Fleisch übrig, habe ich es weggeworfen. Heute überlege ich mir, was man daraus machen kann.“

Stefan Frankfurth, der derzeit acht Azubis hat, hält große Stücke auf seinen Schützling. „Er hat das Gen, das man für diesen Beruf braucht. Man muss Kochen auch denken und Gerichte im Kopf zusammenstellen können.“ Als besonderes Bonbon für den Gewinn des Pokal will der Unternehmer eine Weiterbildung finanzieren.

Das Sieger-Menü wird am Samstag, 17. Dezember, im Hotel Emstaler Höhe in Sand angeboten. Besucher können sich ab 19 Uhr freuen auf drei Gänge. 1. Gang: Quiche von Kräuterseitlingen mit Schnittlauchcreme 2. Gang: Keule von Maispoularde gefüllt mit Ingwer-Pistazienfarce und sous vide gegarte Poulardenbrust auf Rotweinjus mit Wirsing-Traubenpraline und gratinierten Polentaplätzchen 3. Gang: Marzipanparfait mit Orangenschaum, karamellisierten Walnüssen und Minzpesto. (ant)

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