Gemeinde erhält Geld vom Bund

3,6 Millionen Euro: Rettung für den Kursaal in Bad Emstal

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Der Bad Emstaler Kursaal wird mithilfe des Bundesprogramms zur Sanierung kommunaler Einrichtungen zu einem Treffpunkt für Vereine und Senioren umgebaut.

Das Gebäude, das seit nahezu zweieinhalb Jahren wegen Einsturzgefahr des Daches nicht betreten werden darf, soll zudem zu einer Begegnungsstätte und einem Ort der gesundheitlichen Prävention umgewandelt werden. Über diese Nachricht aus Berlin zeigte sich Bürgermeister Stefan Frankfurth (SPD) gestern hocherfreut.

„Ich bin richtig stolz auf mein Team“, so der Rathauschef. Denn an der Konzeption seien maßgeblich Bauamtsleiter Andreas Bohn und Kämmerer Dirk Hofmann beteiligt gewesen. Und weil das Rahmenkonzept, auf dessen Grundlage die Förderung zugesagt wurde, ein Produkt der Verwaltung sei, habe die Kommune auch an der Stelle Kosten gespart.

Begeistert zeigte sich auch SPD-Bundestagsabgeordnete Esther Dilcher: „Das sind hervorragende Nachrichten für meinen Wahlkreis.“ Der Haushaltsausschuss hat für die Kursaalsanierung knapp 3,6 Mio. Euro freigegeben. Die Gemeinde selbst ist mit 400 000 Euro an den Sanierungskosten beteiligt. Der Betrag, so Kämmerer Dirk Hofmann, sei im aktuellen Etat berücksichtigt.

Der wegen Einsturzgefahr geschlossenen Kur- und Festsaal könne nun trotz schwieriger finanzieller Lage der Kommune wiederhergestellt werden, sagt Dilcher. „Bis zu seiner Schließung war der Kursaal stets gut ausgelastet und Anlaufstelle für vielfältige kulturelle Veranstaltungen.“ Durch den demografischen Wandel und die Integration von Flüchtlingen seien neben den kulturellen Belangen neue Aufgaben hinzugekommen, die durch den Umbau des Kursaals zum Multifunktionshaus erfüllt werden könnten. Darüber hinaus könne das Objekt auch für überregionale Anliegen genutzt werden. Eine Idee ist, die Geschäftsstelle der Touristischen Arbeitsgemeinschaft Naturpark Habichtswald im Gebäude unterzubringen. 

Im November 2016 wurde die Therme wegen Baumängel gesperrt. In der Folgezeit wurden Gutachten angefertigt, die aus vielerlei Gründen dem Gebäude eine schlechte Standfestigkeit attestierten. Ende 2018 legte Bad Emstals neuer Bürgermeister Stefan Frankfurth ein Konzept vor, wie Saal, Quellenhof, Foyer und Untergeschoss wieder für Bevölkerung und Vereine nutzbar gemacht werden können und wie sich alles finanzieren lasse. Mit Rückenhalt des Parlaments beantragte die Gemeinde einen Zuschuss vom Bund.

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