Behindertengerecht parken am Sportplatz

Bad Emstal: SSV Sand erweitert barrierefreie Angebote

Vorsitzender Joachim Skrotzki, lässt mit den Fördermitteln der Leader-Region Casseler Bergland am Sportplatz Sander Höhe zehn behindertengerechte Pkw-Stellplätze bauen
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Ein Stück Lebensqualität: Der SSV Sand, hier Vorsitzender Joachim Skrotzki, lässt mit den Fördermitteln der Leader-Region Casseler Bergland am Sportplatz Sander Höhe zehn behindertengerechte Pkw-Stellplätze bauen.

Die Sportanlage Sander Höhe im Bad Emstaler Ortsteil Sand, sportliche Heimat des Fußball-Verbandsligisten SSV Sand, wird um ein längst überfälliges Angebot erweitert. Zukünftig wird es dort direkt neben dem erst vor wenigen Jahrenneu gestalteten Vereinsheim offiziell zehn als behindertengerecht ausgewiesene PKW-Stellplätze geben.

Bad Emstal - Die barrierefreien Zugänge für Menschen mit Behinderung, ob im Rollstuhl, mit Rollator, Gehbehinderung, oder anderen Beeinträchtigungen sind bereits beim Um- und Neubau des Vereinsheims angelegt worden um von dort aus Gäste ins Klubhaus so wie zur Zuschauerterrasse des neuen Sportplatzes zu leiten.

Joachim Skrotzki, erster Vorsitzender des 580 Mitglieder starken SSV: „Mit den jetzt von einem örtlichen Fachunternehmen errichteten neuen Behindertenparkplätzen schaffen wir endlich ein Angebot für Betroffene, das der Verein aus finanziellen Gründen bisher nicht verwirklichen konnte.

Denn die Gesamtkosten zur Umsetzung des Projekts schlagen mit rund 19 500 Euro zu Buche.“ Dass die Behindertenparkplätze jetzt trotzdem gebaut werden können, ist durch die überwiegend finanzielle Förderung der Leader-Region Casseler Bergland - Region Kassel-Land e. V., Regionalentwicklung und Kulturgeschichte möglich geworden.

Die von dort fließenden Fördermittel summieren sich auf insgesamt 80 Prozent der Gesamtbausumme, wobei hier eine zehnprozentige Beteiligung der Gemeinde Bad Emstal enthalten sind.

Die jetzt geschaffenen PKW-Behindertenparkplätze und der Zugang für betroffene Menschen ohne besondere Erschwernisse hat auch etwas mit Würde zu tun.

Joachim Skrotzki

Den Restbetrag von rund 3 890 Euro steuert der SSV aus der eigenen Vereinskasse bei. Joachim Skrotzki: „Aus unserer einstimmigen Sicht gut angelegtes Geld. Uns ist es wichtig, dass niemand aufgrund seiner Behinderung oder Einschränkung von unserem Vereinsleben und unseren sportlichen Aktivitäten ferngehalten wird. Denn Teilhabe ist nach der UN-Konvention eine selbstverständliche Form von Menschenwürde und einem selbst bestimmten Leben.“

Integrationsarbeit in allen entsprechenden Bereichen ist seit vielen Jahren ein fundamentaler Bestandteil der ehrenamtlichen SSV-Vereinsarbeit. Joachim Skrotzki: „Die jetzt geschaffenen PKW-Behindertenparkplätze und der Zugang für betroffene Menschen ohne besondere Erschwernisse hat auch etwas mit Würde zu tun.“

Denn es sei wichtig, dass alle Menschen denselben Eingang nehmen können und nicht auf den Hintereingang verwiesen, auf Hilfe anderer angewiesen sind und damit diskriminiert würden, erklärt der Vorsitzende. (zih)

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