Behörde antwortet nicht auf Anfragen zur Filmfreigabe und bremst Schüler aus

Immer engagiert: 600 Briefe wurden an Bundestagsabgeordnete versandt. Foto:  Bülau

Bad Emstal. Preisgekrönt, aber nicht für die Öffentlichkeit bestimmt. Dieser Eindruck entsteht beim Filmprojekt „Junge Energien“. Vor mehr als zwei Jahren feierte der Film von Schülern der Christine-Brückner-Schule in Bad Emstal Premiere.

Er beschäftigt sich mit dem Beitrag Nordhessens für Umwelt und Energiewende.

Und obwohl die Schüler durchweg positive Rückmeldungen bekamen, unter anderem auch von Hessens Ministerpräsident Volker Bouffier, und Kultusminister Ralph Alexander Lorz die Freigabe als unproblematisch bezeichnete, gibt es bis heute keine Rückmeldung, wann diese erteilt wird.

Das Problem: Die juristischen Rechte zur Freigabe liegen beim Land Hessen. Die zuständige Behörde dafür ist das Schulamt. Doch dieses rührt sich nicht. Seit nunmehr elf Monaten stellen die Schüler und Geert Platner, der als ehemaliger Lehrer der Christine-Brückner-Schule das Projekt betreut, Anfragen, von denen bis jetzt keine vom Schulamt beantwortet wurde. Die Schüler und ihre Arbeit im aktuellen Bereich Umwelt und Energiewende werden so ausgebremst.

„Ziel der Umwelt-Arbeitsgemeinschaft ist es, den Film auch in China zu veröffentlichen“, sagt Platner. Seit einigen Jahren besteht eine Partnerschaft mit einer Schule in Shanghai, durch deren Hilfe das Werk auch ins Chinesische übersetzt wurde. Doch ohne die Freigabe sei das nicht möglich, so Platner.

Man habe nun 55 Unterschriften von Bürgern gesammelt, die im Energiebereich engagiert sind. Diese haben ein Schreiben an den Ministerpräsidenten aufgesetzt und baten ein weiteres Mal um die Freigabe des Films. Neben der Diskussion um den Film haben die Jugendlichen in den vergangenen Monaten ein Buchprojekt mit demselben Titel auf den Weg gebracht. Auch dieses hat die Energiewende in Nordhessen als Schwerpunkt.

Dafür wurden in den vergangenen Wochen Interviews mit Bouffier und Regierungspräsident Walter Lübcke geführt. Nun wurden 600 Briefe an Bundestagsabgeordnete geschickt, damit sich diese zum Thema SuedLink äußern. „SuedLink ist Bundesentscheid und die Abgeordneten sollen antworten“, so Platner.

Von Maximilian Bülau

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