Bulle in Bad Emstal ausgebüxt: Pächter erlegt  freilaufendes Rind

Bad Emstal. Ein freilaufendes Rind hat am Donnerstagmorgen den Besitzer, eine Autofahrerin aus Baunatal und die Polizei in Atem gehalten. Letzlich wurde das ausgebüchste Tier von einem zu Hilfe gerufenen Jagdpächter erlegt.

Das Rind war gegen 7 Uhr im Emstaler Ortsteil Sand ausgebrochen und lief entlang der Landesstraße in Richtung Schauenburg-Breitenbach. Sofort alarmierte der Besitzer die Polizei in Wolfhagen. Auf der Landesstraße war eine 44-jährige Frau aus Baunatal mit ihrem Skoda von Schauenburg-Breitenbach in Richtung Sand unterwegs. Als sie das mittlerweile sehr aufgeregte Tier auf der Straße herumlaufen sah, hielt sie ihren Wagen an. Das Rind zwängte sich zwischen dem Skoda und der Leitplanke hindurch und entkam so erneut den Fangversuchen des Landwirtes und der Polizei. Der Skoda wurde bei der Flucht des Tieres am Kotflügel beschädigt. Der Schaden liegt bei 1000 Euro.

Das Tier war mittlerweile so wild geworden, dass ein Tierarzt hinzugerufen wurde. Doch laut Polizei hätte eine Betäubung zu lange gedauert und wäre deshalb zu riskant gewesen. Letztlich wurde das aufgebrachte Tier von dem von der Polizei verständigten Jagdpächter etwa eine Stunde nach dem Ausbruch erlegt. Verletzte gab es nicht, weiterer Schaden ist nicht entstanden.

Vor zwei Jahren war in Espenau ein Bulle ausgebrochen und auf der B 83 von einem Polizisten durch 20 Schüsse aus der Dienstwaffe niedergestreckt worden. Verkehrsteilnehmer filmten den Vorfall. Die Polizei begründete den Schusswaffeneinsatz: „Wenn von einem ausgebüxten Tier Gefahr für Leib und Leben von Menschen ausgeht, also eine gefahrenrechtliche Notsituation besteht, dürfen Polizisten Gebrauch von ihrer Schusswaffe machen“, erklärte Polizeisprecher Torsten Werner damals.

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