Schulen im Wolfhager Land

Bilanz nach Schulstart: Viele Schüler und Lehrer fürchten Corona-Infektion

Ludger Brinkmann, Andrea Nasemann und Iris Flörke sind gegen Corona gewappnet: Masken, Desinfektionsmittel und Plexiglasscheiben dürfen an der Walter-Lübcke-Schule in Wolfhagen nicht fehlen.
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Ludger Brinkmann, Andrea Nasemann und Iris Flörke sind gegen Corona gewappnet: Masken, Desinfektionsmittel und Plexiglasscheiben dürfen an der Walter-Lübcke-Schule in Wolfhagen nicht fehlen.

Nach drei Wochen Schulbetrieb unter Coronabedingungen sind die Schulleiter im Wolfhager Land erleichtert, dass bisher kein Fall einer SARS-CoV-2-Infektion in den Schulen aufgetreten ist.

Wolfhager Land - „Kurz nach Ferienende hatten wir befürchtet, dass durch Reiserückkehrer etwas in die Schule getragen werden könnte“, sagt Ludger Brinkmann von der Wolfhager Walter-Lübcke-Schule. Eine weitere Schwachstelle sehen die Schulleiter nach wie vor im Schüler-Busverkehr.

„Wir arbeiten in der Schule mit Hygieneregeln, aber im Kontrast dazu stehen die Schüler eng gedrängt und ohne Maske an den Bushaltestelen“, so Ulf Imhof von der Bad Emstaler Christine-Brückner-Schule. Da müsse eine Lösung gefunden werden. Ansonsten hätten die Schüler die neue Routine in Coronazeiten gut verinnerlicht. „Wenn mal jemand die Maske vergessen hat, helfen wir aus“, so Imhof.

Auch Kollege Lars Grenzemann von der Elisabeth-Selbert-Schule in Zierenberg ist mit seinen Schülern zufrieden: „Wir haben ja umfangreiche Hygieneregeln, die größtenteils diszipliniert umgesetzt werden.“ Auch die Eltern hätten ihm in dieser Woche beim Elternabend eine positive Rückmeldung gegeben.

Allerdings machen die Corona-Vorsichtsmaßnahmen den Schulen viel Arbeit: „Wir sind immer unter Dampf und prüfen ständig wie es läuft und was man verbessern kann“, erklärt Brinkmann. Er hätte gerne Co2-Messgeräte für die Sauerstoffversorgung und Luftreiniger für die Klassenräume angeschafft. „Aber das ist alles ausverkauft“. Nun will die Schule zumindest kontaktlose Fieberthermometer anschaffen. Der Herbst mit vermehrten Erkältungskrankheiten werde weitere Herausforderungen bringen, meint Brinkmann. Zumal man dann auch nicht mehr so großzügig lüften könne wie im Sommer. Auch wenn es in den Schulen bisher gut läuft: Die Angst vor einer Infektion bleibt – bei Lehrern und Schülern. Denn im Unterricht sitzen viele Menschen im Klassenraum. „Auch das Lehrerzimmer ist zu klein. Da können wir nur mit Maske sitzen“, so Brinkmann. (Bea Ricken)

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