Weg frei für Brunnenplatz

Dorferneuerung Balhorn: 70 000 Euro Fördergeld für nächstes Projekt

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Die Pläne für den neuen Brunnenplatz sollen in diesem Jahr umgesetzt werden: (Von links) Peter Nissen Leiter Servicezentrum Regionalentwicklung des Landkreises Kassel, Bad Emstals Bürgermeister Ralf Pfeiffer, Willi Röhn vom Arbeitskreis, Bauamtsleiter Andreas Bohn und Ortsvorsteher Karl-Heinz Dorer.

Balhorn. Hübsch ist er geworden, der Dorfplatz in Balhorn. Der Ort ist im Dorferneuerungsprogramm, und jetzt soll der Brunnenplatz neu gestaltet werden. Dafür müssen 117.000 Euro investiert werden.

Aus dem Kommunalen Finanzausgleich gibt es einen Zuschuss in Höhe von 68 829 Euro, die Gemeinde Bad Emstal beteiligt sich mit 48 200 Euro. Für den Ort und die Arbeitsgruppe ist es ein Meilenstein. Und ganz offensichtlich hat sich dieser Schritt gelohnt.

Auch Bürgermeister Ralf Pfeiffer (parteilos) freute sich. „Gut Ding will Weile haben. Klar, nicht jeder wird Hurra rufen, aber hier haben wir eine ganzjährige Nutzung geschaffen“, sagte Pfeiffer bei der Übergabe des Zuwendungsbescheides durch Peter Nissen, Leiter Servicezentrum Regionalentwicklung des Landkreises Kassel.

Blick auf die schöne Kirche

„Wir wollten, dass man von der Bundesstraße aus direkt in den Ort und damit auf unsere schöne Kirche blicken kann“, sagt Ortsvorsteher Dorer. Und das ist gelungen. Dafür mussten aber auch zwei Häuser weichen – in enger Absprache mit dem Denkmalschutz. Die Grundrisse der Häuser sind jetzt durch dunklere Pflastersteine auf dem Dorfplatz erkennbar.

Die ganze Aktion geht laut Pfeiffer aber auch auf den sehr aktiven und relativ große Arbeitskreis zurück. Allein im ersten Bauabschnitt wurden am Dorfplatz 600 Stunden gearbeitet, sagt Willi Röhn vom Arbeitskreis.

Abriss oder nicht: Was mit dem Haus „Rosses Schiere“ in Balhorn geschieht, ist noch ungewiss.

Auf dem neuen Dorfplatz sind derzeit Gebrauchtfahrzeuge eines Autohändlers geparkt. Sobald die neue, freigewordene Fläche genutzt werdne kann, werden die Autos umgeparkt. Peter Nissen beglückwünschte die Bad Emstaler, dass mit dem Autohaus ein Kompromiss gefunden wurde. „Das alles ist eine intelligente Geschichte“, sagte Nissen. „Für uns ist das ein Gesamtprojekt zur Optimierung der Dorfmitte rund um die Balhorner Kirche“, erläuterte Nissen.

Und er warb weiterhin für die Dorferneuerung. Bis Ende des Jahres 2017 können Anträge auch von Privatpersonen eingereicht werden. Sie erwartet ein Zuschuss in Höhe von 33 Prozent. An die Anträge gelangt man über die Internetseite der Gemeinde Bad Emstal.

Der Brunnenplatz liegt zwischen der Straße „Hinter der Kirche“ und der Kirchmauer. Nach der Neugestaltung, deren Pläne vom Architekturbüro Müntinga und Puy aus Bad Arolsen gestaltet wurden, wird in der Dorfmitte Balhorns eine neue Erlebnis- und Aufenthaltsfläche enstehen.

Bad Emstals Bürgermeister Pfeiffer: „Der alte Brunnen wird abgebaut, und es wird ein neuer Brunnen in die neue Pflasterfläche integriert.“ Pfeiffer ist sicher, dass das eine Attraktion wird. Die Arbeiten am Brunnenplatz sollen noch in diesem Jahr abgeschlossen werden. Noch offen ist, was mit dem Haus „Rosses Schiere“ geschieht. Auch hier stimmen sich die Beteiligten eng mit der Denkmalpflege ab.

Weitere Informationen unter www.landkreiskassel.de

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