Probe für den Ernstfall

Sechsstündige Dauerübung der Feuerwehr Riede

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Schonende und schnelle Rettung eines Verletzten: Die Einsatzabteilung der Feuerwehr Riede hier bei einem nachgestellten Autounfall und der Rettungsarbeit. 

Bad Emstal. Die zwölf Männer und zwei Frauen der Einsatzabteilung der Freiwilligen Feuerwehr des Bad Emstaler Ortsteils Riede hatten Schwerstarbeit zu leisten. 

Unterstützt von einigen Kameraden aus Sand und Uwe Bernhardt von der Wehr aus Wellerode mussten sie nämlich in einer sechsstündigen Tagesübung an vier Stationen, die sie natürlich vorher nicht kannten, unter Beweis stellen, dass sie für den Ernstfall gerüstet sind.

Im Einsatz: Das Auto wird nach dem Unfall gesichert.

Punkt zwölf Uhr am vergangenen Samstag erfolgte die erste Alarmierung. Realistisch dargestellt hatte sich ein Auto überschlagen, lag auf dem Dach im Straßengraben. Bereits nach wenigen Minuten waren die Einsatzkräfte an der Unfallstelle, begannen mit den Sicherungs- und Rettungsmaßnahmen. Schwierigste Aufgabe war dabei das Bergen und die Erstversorgung des verletzten und im Fahrzeuginneren eingeklemmten Fahrers durch Einsatz von schweren Schneidegeräten.

Danach gab es für die ehrenamtlichen Rieder Wehrleute aber keine Verschnaufpause. Erneut mussten sie ausrücken, um eine bei Feldarbeiten unter einem landwirtschaftlichen Maschine eingeklemmte Person zu befreien. Auch diese Aufgabe wurde mit Bravour erledigt.

Verletzter Wanderer

Bei der direkt folgenden dritten Übung hieß es einen in einem Steinbruch abgestürzten und verletzten Wanderer aus schwierigem Gelände, einen Steilhang zu bergen und abzuseilen. Glaubten die Rieder Rettungskräfte, dass damit ihre freiwillig geleistete Arbeit abgeschlossen wäre, so irrten sie sich. Denn kaum im Feuerwehrgerätehaus angekommen, mussten sie schon wieder zu einem Einsatz ausrücken. Gemeldet wurde, dass das Vereinsheim des örtlichen Sportvereins fiktiv in hellen Flammen steht. Durch das schnelle Eingreifen konnte der Brand schnell gelöscht und ein größerer Schaden verhindert werden.

Wehrführer Dietmar Ritter: „Eine solche Tagesübung unter erschwerten Bedingungen mit mehreren unterschiedlichen Aufgaben absolvieren wir mindestens ein Mal im Jahr. Wobei wir dabei nicht wie im Ernstfall schnellstmöglich zu Werke gehen, sondern jeweils die erforderlichen Schritte immer wiederholend im Zeitlupentempo erledigen und abarbeiten. Damit jeder sich jeden notwendigen Handgriff merken und verinnerlichen kann.“

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