Wolfgang Engelmeyer und Oskar Friedrich

Bad Emstal: Chefs der Brückner-Schule sagen Tschüss

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Gruß zum Abschied: Wolfgang Engelmeyer (links), Leiter der Christine-Brückner-Schule in Bad Emstal, und Oskar Friedrich, sein Stellvertreter, gehen in den Ruhestand.

Bad Emstal. Jahrzehnte ist es her, dass sie sich im Raucher-Lehrerzimmer der Georg-August-Zinn-Schule in Oberzwehren kennenlernten. Nun gehen sie gemeinsam in den Ruhestand.

Geraucht haben Wolfgang Engelmeyer und Oskar Friedrich nie, doch die Unterhaltungen im Raucherraum seien immer gut gewesen. Entstanden ist daraus eine enge Freundschaft und Kooperation. In den vergangenen Jahren leiteten sie die Christine-Brückner-Schule (CBS) in Bad Emstal.

2006 wechselte Engelmeyer von der Kasseler Schule als Schulleiter nach Bad Emstal an die Christine-Brückner-Schule. Seinen Kollegen Oskar Friedrich wollte er ebenfalls ins Wolfhager Land holen, „denn ich wusste, wie er arbeitet“. Friedrich fühlte sich wohl in Oberzwehren - bis Personalveränderungen kamen. 2010 wechselte er schließlich nach Bad Emstal, um den Haupt- und Realschulzweig zu leiten.

„Streng, aber beliebt“

Der derzeit gut 430 Schüler zählenden Schule wollten sie ihren Stempel aufdrücken, wie Engelmeyer sagt. Respekt und Höflichkeit sollten die Schüler lernen, für das Leitungsduo war das eines der wichtigsten Ziele. „Wir sind relativ streng mit deutlichen Vorgaben, aber dennoch beliebt“, sagt der Schulleiter.

Insgesamt habe es wenig Auseinandersetzungen mit Schülern und Eltern gegeben und wenig Kritik.

Wie beliebt Oskar Friedrich ist, hat er bereits vor einigen Jahren gemerkt, als er zu einem der besten deutschen Lehrer gekürt wurde. 2008 nahm er den Deutschen Lehrerpreis in Berlin entgegen, nachdem er von zahlreichen Schülern dazu auserkoren wurde.

Die beiden Nordhessen - Engelmeyer stammt aus Zierenberg, Friedrich aus Harleshausen - werden auch nach ihrem Ausscheiden aus dem Schuldienst der Heimat treu bleiben. Engelmeyers Frau lebt in Bad Homburg, doch der Lebensmittelpunkt sei in Nordhessen, sagt der 65-Jährige. Nicht zuletzt wegen der guten Golfplätze. Der Schulleiter spielt leidenschaftlich gern, früher in Waldeck, mittlerweile in Wilhelmshöhe. Auch fürs Jagen, Angeln und Kochen bleibe künftig mehr Zeit.

„Die Belastung im Beruf ist stark, deshalb musste ich auf manches verzichten“, sagt Oskar Friedrich. Er freut sich auf häufige Tennisspiele - zwei Mal ist er schon Hessenmeister gewesen - Angelausflüge und vor allem auf seine Käfer. Leidenschaftlich gern sammelt er die Krabbler.

Am Freitag, 15. Juli, werden Engelmeyer und Friedrich offiziell in der CBS verabschiedet. Die Schüler sagen bereits am Tag vorher Tschüss. In jeder einzelnen Klasse werden sich die beiden Lehrer verabschieden.

Die Nachfolger für beide stehen derweil noch nicht fest.

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