In Bad Emstal gibt es jetzt ein Café in einer Telefonzelle

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Kuchen und Kaffee aus der Telefonzelle: Branka Braun (links) und Anette Umbach vom Verein FinE freuten sich über viele Besucher zur Eröffnung ihres Telcafés.

Bad Emstal. Was würden die Emstaler und ihr Kurpark bloß ohne die fleißigen Bienen des Fördervereins Familientreff in Emstal (FinE) tun?

Es ist gerade einmal ein paar Monate her, da haben die Mitglieder mit der Gestaltung des Spiel- und Wanderrastplatzes am Habichtswaldsteig nicht nur ein Paradies für Kinder, sondern auch einen Treffpunkt für alle Emstaler geschaffen, der schnell zum neuen Aushängeschild des Kurparks wurde und das, ohne die öffentlichen Kassen zu beanspruchen.

„Da sind wir sehr stolz drauf“, berichtet FinE-Vorsitzende Anette Umbach. „Es war ein langer und oft auch steiniger Weg, der enorm viel Kraft gekostet hat, dennoch haben wir uns immer wieder motiviert und unermüdlich weiter gemacht.“ Während des emsigen Werkelns im Rosengarten entwickelte sich vor einiger Zeit dann auch die Idee zum neuesten Coup von Umbach und Co. „Uns hat irgendwie zwischendurch immer ein leckerer Kaffee gefehlt“, erinnert sie sich. Also musste ein Café her. Natürlich sollte es kein gewöhnliches Café sein, sondern etwas ganz besonderes. „Buden oder ähnliches dürfen im Park nicht aufgestellt werden, eine Telefonzelle aber schon“, sagt Vereinskollegin Branka Braun lachend, während sie unzählige Stücke Torte schneidet. Das tut sie am Sonntag dann tatsächlich in einer strahlend-gelben Telefonzelle, die in mühevoller Kleinarbeit zum Miniatur-Café umgebaut wurde. „Wir haben alles, was wir brauchen“, sagt Braun und zeigt den zahlreichen Besuchern stolz den kleinen Kühlschrank und die winzigen Schränke, die auf gerade einmal einem Quadratmeter alles bereit halten, was man für einen funktionierenden Cafébetrieb benötigt, sogar fließendes Wasser. Nur Tische und Stühle haben keinen Platz, die werden kurzerhand drumherum aufgestellt.

Das alten Telefonhäuschchen hat der Verein für schlappe 120 Euro im Internet ersteigert und ist somit der wohl günstigste „Immobilienkauf“ in der Geschichte der Gemeinde. Doch nicht nur das, dürfte das Telcafé noch dazu das kleinste Café Deutschlands sein und ganz sicher Menschen aus nah und fern nach Bad Emstal locken.

Die nächste Chance auf selbstgebackenen Kuchen und diverse Kaffeespezialitäten direkt auf der Promenade am FinE-Spielplatz gibt es am Sonntag, 5. Juli, ab 14 Uhr. Auf Anfrage unter Telefon 05624/922371 öffnet der Verein sein Telcafé für Gruppen auch gern zu anderen Zeiten. 

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