Brandstiftung bei Bad Emstal

Schon wieder Holzstapel im Wald angezündet

Mit schwerem Gerät: Mit einem Holzrückefahrzeug wurden am Samstag die Stämme des angezündeten Holzstapels auf eine Wiese zum Nachlöschen transportiert worden.
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Mit schwerem Gerät: Mit einem Holzrückefahrzeug wurden am Samstag die Stämme des angezündeten Holzstapels auf eine Wiese zum Nachlöschen transportiert worden.

Erneut brannte ein Holzpolter im Wald. Diesmal wurde ein gut 30 Meter langer Fichtenholzstapel im Forst bei Bad Emstal-Sand angezündet.

Bad Emstal - Wie Bad Emstals Gemeindebrandinspektor Oliver Lenz mitteilte, hatten am Samstag gegen 16.45 Uhr Kunden des Edeka-Marktes im Ortsteil Sand und auch Bewohner des am Ortsrand in Richtung Breitenbach gelegenen Aussiedlerhofes aufsteigenden Rauch im Wald Richtung Falkenstein entdeckt und die Feuerwehr alarmiert.

Auf der Anfahrt habe er die Feuerwehr Wolfhagen mit ihrem Großtanklöschfahrzeug und dem Wechsellader Löschwasser nachgeordert, um gemeinsam mit der Fracht der eigenen wasserführenden Fahrzeuge für eine ausreichende Wassermenge in dem schwer erreichbaren Gebiet sorgen zu können.

Flammen an zwei Stellen: Die Polizei geht beim Brand im Bad Emstaler Forst von Brandstiftung aus.

Gut einen Kilometer weit sei es von der Landesstraße hinein in den Forst gegangen. Dort habe man dann einen großen Holzpoller an einem Rückeweg vorgefunden. „An zwei markanten Stellen hat es gebrannt. Der Stapel stand nicht komplett in Flammen, aber er war auf dem Weg dorthin“, beschreibt der Gemeindebrandinspektor die Situation vor Ort.

Zunächst habe man die beiden Brandherde abgelöscht. Ein Forstunternehmer habe dann mit seinem schwerem Rückegerät das Holz auf eine Wiese gefahren, wo die Einsatzkräfte genügend Platz hatten, um die Nachlöscharbeiten zu erledigen. „Den Brand hatten wir schnell unter Kontrolle, da er frühzeitig entdeckt wurde“, sagte Lenz.

Zusammen mit den Wolfhager Blauröcken seien rund 60 Feuerwehrleute im Einsatz gewesen. Gegen 20 Uhr waren auch die vier Bad Emstaler Feuerwehren wieder zurück an ihren Gerätehäusern.

Die Kasseler Kripo hat die Ermittlungen aufgenommen. Ein Sprecher der Polizei bestätigte, dass man von Brandstiftung ausgehe. Hinweise auf den oder die Täter gebe es noch keine. Der Schaden sei dank des schnellen Eingreifens der Feuerwehr überschaubar und liege bei rund 750 Euro.

Anfang September hatte die Serie vorsätzlich gelegter Brände begonnen. Damals mussten die Wehren zeitlich leicht versetzt an einem Freitag zunächst in der Gemarkung Naumburg, wenig später am Isthaberg brennende Holzpolter Löschen. Brände wurden auch aus dem Schwalm-Eder-Kreis und aus der Gemarkung bei Baunatal-Rengershausen gemeldet. Zuletzt waren am Samstag vor einer Woche zwei große Stapel Wirtschaftsholz im Privatwald bei Elmarshausen in Brand gesetzt und dabei vollständig zerstört worden.

Hinweise an die Kripo in Kassel: 0561/9100. (Norbert Müller)

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