60 Flüchtlinge kommen nach Bad Emstal

Bad Emstal. Das Kurhessische Diakonissenhaus Kassel stellt Gebäude bereit, um Flüchtlinge in Bad Emstal aufzunehmen. Im Lenchen-Heitmann-Haus in Bad Emstal-Sand richtet der Landkreis Kassel eine Flüchtlingsunterkunft ein.

Das bestätigte Kreissprecher Harald Kühlborn am Dienstag auf HNA-Anfrage.

Der Landkreis werde das Gebäude von der Stiftung Kurhessisches Diakonissenhaus Kassel mieten und Platz für bis zu 60 Asylbewerber schaffen. Bereits für Anfang März werde mit der Ankunft der ersten Flüchtlinge gerechnet. Bei ihnen handele es sich um Erwachsene und Kinder.

In der vergangenen Woche haben der Landkreis Kassel und die Stiftung, eine Einrichtung der evangelischen Kirche Kurhessen-Waldeck, den Mietvertrag unterzeichnet. Bis vor Kurzem wurde das Lenchen-Heitmann-Haus, das sich in Sand im Kurpark befindet und in dem es familiär eingerichtete Zimmer gibt, von bis zu zwölf jungen, allein erziehenden Müttern und Vätern mit ihren Kindern genutzt. Schon länger sei der Umzug der Wohngruppe von Bad Emstal nach Kassel in das Haus am Kleinen Holzweg geplant gewesen, sagt Grit Finauer, Sprecherin des Kurhessischen Diakonissenhauses. Dieser Wechsel werde derzeit vollzogen.

Nach Angaben von Kühlborn bekommt der Landkreis Kassel pro Woche etwa 135 Flüchtlinge zugewiesen, die er in Einrichtungen unterbringen muss. Dabei verteilt das Land Hessen die Asylsuchenden vom Erstaufnahmelager in Gießen auf die Kreise und kreisfreien Städte. Die meisten Flüchtlinge stammen aus Syrien, Afghanistan und dem Iran.

Bereits vor einigen Monaten hatte der Landkreis eine Unterbringung von Flüchtlingen in einer Tennishalle in Bad Emstal in Erwägung gezogen. Letztlich musste die Halle von der Liste möglicher Unterkünfte gestrichen werden, da es Probleme beim Anschluss an die Abwasserleitung gegeben hatte. Das Land hätte einen großen Betrag in die Infrastruktur investieren müssen, wozu es nicht bereit war.

Rubriklistenbild: © dpa

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