Frauenpower

Freizeitclub der Feuerwehrfrauen in Balhorn feiert 25-jähriges Bestehen

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Programmbesprechung: Einmal im Monat treffen sich die Feuerwehrfrauen, um weitere Aktivitäten des Freizeitclubs vorzubereiten. (sitzend von links): Christa Löber, Simone und Birgit Dietrich, Gudrun Löber, Elke Wicke, Renate Knickenberg, Lydia Gerstner, Anita Mathe, (hinten stehend von links): Anja Herbst-Heyde, Ingrid Wachenfeld, Ramona Grede.

Balhorn - Vor 25 Jahren gründeten die Ehefrauen der Feuerwehrmänner, die in der Balhorner Wehr aktiv sind, den Freizeitclub der Feuerwehrfrauen. Damals ein revolutionärer Schritt.

Als die Ehefrauen der Feuerwehrmänner, die in der Balhorner Wehr aktiv sind, vor 25 Jahren den Antrag auf Aufnahme in den Feuerwehrverein mit einer eigenen Sparte stellten, löste das fast eine Revolution aus.

Bis dahin war die Feuerwehr eine reine Männerdomäne, und einige Männer waren sehr skeptisch, den Frauen mit einer Mitgliedschaft Tür und Tor zum Verein und damit auch zum Vorstand zu öffnen. Andererseits waren die Frauen schon immer eine große Hilfe bei Veranstaltungen und Einsätzen der Feuerwehr gewesen.

Und so wurde der Antrag schließlich angenommen, die Gründungsversammlung für den Freizeitclub fand am 18. Februar 1993 statt. Erste Vorsitzende wurde Lydia Gerstner. Für die Frauen selber war es wichtig, nun offiziell zum Feuerwehrverein dazuzugehören und auch mal etwas gemeinsam ohne ihre Männer unternehmen zu können.

Sie machen das, was Männer nicht gerne machen

An den Vereinsabenden und Übungstagen der Feuerwehrmänner trafen sich jetzt auch die Frauen. Zunächst nur zum Sport, wie Gymnastik, Walken, Schwimmen und Radfahren. Schließlich wollten die Damen fit bleiben. Einmal waren sie so eifrig im Wald unterwegs, dass sie das drohende Gewitter nicht bemerkten und bei dem anschließenden Unwetter durchnässt wurden.

Dann entdeckten die Frauen ihre Kreativität bei Bastelarbeiten und entwarfen Weihnachts- und Ostergestecke. Es folgten Wanderungen und Busfahrten zu Musicals und Besichtigungen von Betrieben und der Gedenkstätte Breitenau. „Eigentlich machen wir, außer Trinken, alles das, was Männer nicht gerne machen“, sagt Ingrid Wachenfeld und lacht.

Einmal im Monat treffen sich etwa 20 aktive Feuerwehrfrauen im Alter von 40 bis 65, um das Monatsprogramm zu besprechen. An Einfällen für Programmpunkte hat es den Frauen in den vergangenen 25 Jahren nicht gemangelt. Für das Jubiläumsjahr planen sie eine Busfahrt nach Willingen.

Männer schätzen die Frauenpower

Obwohl der Feuerwehrverein Balhorn inzwischen auch Feuerwehrfrauen als aktive Mitglieder hat, engagiert sich der Freizeitclub nach wie vor für die Belange seines Vereins. Bei den Verbandstagen, Vereinsfeiern oder auch bei Dorfaktivitäten kümmern sie sich mit um die Organisation und halten auch das Feuerwehrhaus in Schuss.

Einige der Feuerwehrfrauen haben auch auf der Bühne bei Sketchen ihre Entertainer-Qualitäten gezeigt. „Die Feuerwehrfrauen haben so manches Mal das Zelt zum Beben gebracht“, bestätigt Ramona Grede, die für die Öffentlichkeitsarbeit im Feuerwehrverein Balhorn zuständig ist.

Inzwischen wissen die Feuerwehrmänner die Frauenpower im Verein sehr zu schätzen, denn sie ist ein Novum, das nicht jeder Feuerwehrverein aufzuweisen hat.

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