Bad Emstal will in Wasser- und Abwasserversorgung investieren

Soll in diesem Jahr saniert werden: Der Wasserhochbehälter Riede. In den Vorjahren hat die Gemeinde bereits die beiden anderen Hochbehälter in Sand und Balhorn erneuert. Foto: Thon

Bad Emstal. Große Sprünge kann sich die Gemeinde Bad Emstal schon seit einigen Jahren nicht mehr leisten. Zu groß ist die Schuldenlast für die Kommune, die unter den Schutzschirm des Landes Hessen geschlüpft ist.

Dennoch will Bürgermeister Ralf Pfeiffer das eine oder andere im Verlaufe des Jahres auf den Weg bringen.

Ein Thema wird die Wasser- und Abwasserversorgung sein. Der Hochwasserbehälter im Wald oberhalb Riedes soll saniert werden. Nach den Behältern in Balhorn und Sand soll das Häuschen aus dem Jahr 1952 wieder auf Vordermann gebracht werden. Die alten Fliesen sollen ersetzt werden durch Edelstahl-Elemente. „Dadurch wird die Gefahr eines Keimeintrags ins Wasser minimiert“, sagt Pfeiffer. Auch die Außenhaut des Gebäudes soll erneuert werden.

Ein „Sorgenkind“ der Gemeinde ist die Druckleitung, die das Abwasser aus den Ortsteilen Sand und Balhorn über eine Distanz von acht Kilometern zur Zentralkläranlage nach Merxhausen befördert. Das Zusammenspiel zwischen den Pumpen und der erst zehn Jahre alten Druckleitung funktioniere alles andere als reibungslos, sagt Pfeiffer. Immer wieder seien die Pumpen ausgefallen, sie mussten technisch erweitert werden und hätten die Gemeinde Geld gekostet. Diesen Problemen wolle man im Laufe des Jahres auf den Grund gehen. Mit einer Kamera soll die Druckleitung befahren werden.

Auf der Agenda der Kommune steht zudem die Erneuerung zweier kleiner Straßen. In Balhorn soll die Straße Hohenrod ausgebaut werden. Nach Arbeiten an den Kanälen soll die Straße neu aufgebaut werden. Ähnliches gilt für den Niedensteiner Weg, der in Sand hinauf zum Naturfreundehaus führt. „Die Fahrbahn ist so steil und marode, dass die Müllabfuhr schon nicht mehr hoch kommt“, meint Pfeiffer.

Mit Wohlwollen verfolgt der Bad Emstaler Rathauschef die Aktivitäten der Wohnungsbaugenossenschaft Genoviva mit Sitz in Kassel im ehemaligen Feriendorf in Sand. Dort sollen die Bungalows modernisiert und zu Mehrgenerationenhäusern ausgebaut werden. Derzeit werde der B-Plan erstellt. „Wir denken darüber nach, uns dem Projekt anzuschließen“, sagt Pfeiffer. Die Gemeinde verfüge dort über Grundstücke, etwa zwölf Baugrundstücke könnten dort ausgewiesen werden.

Von Antje Thon

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