Über 1000 Gäste

Grischäfers letztes Scheunenfest: Heiße Party zum Abschied

Mit einem lachenden und einem weinenden Auge: Die Brüder Rainer (links) und Frank Holzhauer feierten am Samstag zum letzten Mal ihr legendäres Scheunenfest.

Bad Emstal. Alles schien wie immer, als der Grischäfer am Samstagabend zum Scheunenfest lud: Das Partyvolk strömte aus allen Himmelsrichtungen ins beschauliche Merxhausen. Die alte Feldscheune entlang der B 450 hatte sich in einen edlen Partytempel verwandelt.

Mehr als 1000 Besucher busselten sich durch den Abend, schnabulierten kleine Leckereien und ließen es sich gut gehen. Und doch war es irgendwie anders, denn alle wussten: Es sollte das letzte Mal sein. Nach 20 Jahren haben sich die Gastrogrößen Rainer und Frank Holzhauer entschieden, ihrer Partyreihe einen furiosen Schlusspunkt zu verpassen. „Wir weinen Tag und Nacht“, scherzten sie, während Papa Erich Holzhauser ein letztes Mal seinen Stammplatz im Champagnerzelt längst eingenommen hatte, natürlich an Strohballen Nummer sieben, wo er gemeinsam mit Petra Schäfer und Nicole Ellermann die Korken knallen ließ. Der Baunataler Orthopäde Dr. Rolf Raetzer und Susanne Kramer gesellten sich dazu, um manch Erinnerung aus den vergangenen Jahr auszutauschen.

Wer kein Freund des edel-perlenden Getränks ist, der fand draußen reichlich Alternativen. Der Wolfhager Musikschulleiter Malte Klages etwa bevorzugte ein kühles Blondes, feierte mit Christine Osterberg und Freunden in die Nacht hinein, während sich der Elbenberger Milan Waldeck mit Simon Grünefeld und Tahleah Mullins für ein edles Tröpfchen Wein entschied. Mullins dürfte der am weitesten gereiste Gast des Abends gewesen sein, hat einmal die Erdkugel umrundet, um beim Fest der Feste dabei zu sein. „Ich muss zugeben, das Scheunenfest war nicht der primäre Grund, aus Sydney nach Deutschland zu kommen“, sagte sie lachend und schwärmte von der „einmaligen Atmosphäre“.

Zu der trugen auch Eric Böcke und Ovid Haider bei, die die Gäste an ihrer Strohballen-Bar mit kühlen Drinks versorgten, bevor es zum Abfeiern in die Scheune ging. Da schickte die Kultband „Vorsicht Gebläse! “ ihren Sound mit einer derartigen Wucht durch die tanzende Menge, dass auch bei der letzten Auflage der Grischäferschen Sause kein Halten mehr war.

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