Mit Leidenschaft für die Psychiatrie

Mario Reitze ist neuer Krankenpflegedirektor bei Vitos Kurhessen in Bad Emstal

Mario Reitze ist neuer Krankenpflegedirektor bei Vitos Kurhessen: Der 49-Jährige aus Elbenberg hat das Amt bereits im März übernommen. Coronabedingt findet die offizielle Einführung erst am 6. Juli statt.
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Mario Reitze ist neuer Krankenpflegedirektor bei Vitos Kurhessen: Der 49-Jährige aus Elbenberg hat das Amt bereits im März übernommen. Coronabedingt findet die offizielle Einführung erst am 6. Juli statt.

Mario Reitze ist der neue Krankenpflegedirektor des Vitos Klinikums Kurhessen und damit verantwortlich für etwa 500 Beschäftigte im Pflegedienst.

Bad Emstal – Vor 32 Jahren hat Mario Reitze seine ersten Schritte ins Berufsleben im psychiatrischen Krankenhaus Merxhausen gemacht. Das gehört heute zu Vitos Kurhessen. Nun ist der 49-Jährige aus Elbenberg der neue Krankenpflegedirektor des Vitos Klinikums Kurhessen und damit verantwortlich für etwa 500 Beschäftigte im Pflegedienst. Zuvor hatte er diese Stelle als stellvertretender Krankenpflegedirektor sowie kommissarisch ausgefüllt.

Er tritt die Nachfolge von Jörg Dondalski an, der sich einem neuen Aufgabenbereich bei Vitos Kurhessen widmet.

Im Laufe seines Lebens habe er eine große Leidenschaft für den Umgang mit psychisch kranken und benachteiligten Menschen entwickelt, sagt Reitze. Das habe bereits in seiner Kindheit begonnen, die Familie habe ihn geprägt. So hätten seine Großeltern einen psychisch kranken Menschen in ihrem Haus aufgenommen und sich um ihn gekümmert. Damals habe er für die Bedürfnisse dieser Menschen ein Gespür entwickelt.

Sein Opa, Heinz Eigenbrodt, gehörte 1962 zu den Mitbegründern der heutigen Vitos Schule für Gesundheitsberufe Bad Emstal und war bis zu seinem Ruhestand in den 1990er-Jahren deren Leiter. Als Mario Reitze im Alter von 17 Jahren ein Vorpraktikum in der Klinik in Merxhausen absolvierte und kurz darauf seine Ausbildung zum Krankenpfleger begann, wurde er von seinem Opa unterrichtet. „Der fände es heute sicher gut“, sagt Reitze über seinen neuen Job und das mutmaßliche Urteil seines inzwischen verstorbenen Großvaters.

Nach dem Staatsexamen zum Krankenpfleger 1992 arbeitete er in der Erwachsenenpsychiatrie und sammelte Erfahrung in verschiedenen psychiatrischen Bereichen, etwa in der Enthospitalisierung chronisch psychisch kranker Menschen und in der Akutpsychiatrie. Auf einer Station für Abhängigkeitskranke übernahm er 2007 die Stellvertretung der Stationsleitung.

In 2009 wechselte er in die Kinder- und Jugendpsychiatrie von Vitos Kurhessen, wo er die Leitung einer Pilotstation für abhängigkeitskranke Kinder und Jugendliche übernahm. Zeitgleich mit der Überführung der Station in den Regelbetrieb 2015 schloss Reitze die Weiterbildung zum Fachwirt im Sozial- und Gesundheitswesen ab. Fortan leitete er die kinder- und jugendpsychiatrische Tagesklinik und übernahm Aufgaben der Krankenpflegedirektion.

Von 2016 an war Reitze Leiter des Pflege- und Erziehungsdienstes in den kinder- und jugendpsychiatrischen Ambulanzen und Tageskliniken von Vitos Kurhessen und der Klinik in Kassel. Im März 2019 wechselte er als Stellvertreter in die Krankenpflegedirektion, ab Januar 2020 übernahm er kommissarisch die pflegerische Leitung.

Er wolle unter den geltenden Rahmenbedingungen die bestmögliche Qualität der Behandlung anbieten, sagt Reitze zu den Herausforderungen seines Jobs. Ihm sei wichtig, dass die Beschäftigten ihren Dienst am Menschen als sinnstiftend erleben. Mit einer Bezahlung nach Tarif, Weiterbildungsmöglichkeiten, Stipendien und Arbeitszeitkonten biete Vitos ein motivierendes Umfeld. Eine geringe Fluktuation und eine gute Bewerberlage zeige, das Vitos auf einem guten Weg sei. Nun gelte es, dieses attraktive Arbeitsumfeld zu bewahren und an künftige Entwicklungen anzupassen. (Antje Thon)

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