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Mehr Komfort für die Radler zwischen Merxhausen und Sand

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Von: Norbert Müller

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Freuen sich über die Erneuerung des Radwegs: Bürgermeister Stefan Frankfurth, Martin Vazquez-Boßdorf vom Bauamt, sowie Klaus Richebächer und Jochen Römer von der Fahrradinitiative Bad Emstal.
Freuen sich über die Erneuerung des Radwegs: Bürgermeister Stefan Frankfurth, Martin Vazquez-Boßdorf vom Bauamt, sowie Klaus Richebächer und Jochen Römer von der Fahrradinitiative Bad Emstal. © Norbert Müller

Der Schwimmbadweg zwischen Merxhausen und Sand wird mit Unterstützung des Landkreises Kassel auf 900 Metern wegen Wurzeldurchbrüchen saniert.

Bad Emstal – Es tut sich was zwischen Merxhausen und Sand auf dem sogenannten Schwimmbadweg. Die schmale Asphaltpiste, einst für Fußgänger angelegt und heute überwiegend von Radfahrern genutzt, ist uneben, hat Risse. Und genau das soll sich ändern.

Woher die Schäden kommen, beschreibt Bad Emstals Bürgermeister Stefan Frankfurth (SPD): Wurzeln der Bäume entlang des rund 900 Meter langen Abschnitts zwischen Offenhäuser Weg und der Grenze zu Vitos in Merxhausen haben den Asphalt hochgedrückt, dabei ist die Decke auch stellenweise aufgebrochen. Dort, wo es sich wegen der Unebenheiten nun mit dem Fahrrad besonders schlecht fährt, so Frankfurth, sollen die schadhaften Stellen repariert werden.

Die Sanierungsarbeiten führt der Bad Emstaler Unternehmer Uwe Kimm mit seiner Firma für Garten- und Landschaftsbau aus. „Auf Teilstücken wird der Asphalt herausgenommen und die Stellen dann erneuert“, beschreibt Kimm das Prozedere. An den Rändern habe man einige Bäume – überwiegend Eschen, deren trockenes Geäst für die Nutzer des Weges eine Gefahr darstellten – gefällt werden. Hier soll dann nachgepflanzt werden.

Das Ziel: Gut und gefahrlos zwischen den Bad Emstaler Ortsteilen Radfahren

Laut Bürgermeister Stefan Frankfurth ging der Anstoß zur Sanierung des Weges von der Bad Emstaler Fahrradinitiative aus. „Die waren bei mir und hatten nachgefragt, wie sich die Radwegesituation verbessern ließe“, sagte der Verwaltungschef. „Die haben bei mir offene Türen eingerannt“, so der Verwaltungschef weiter, weil man in Bad Emstal „nicht gut und gefahrlos“ in die anderen Ortsteile per Rad fahren könne.

Die Gemeinde habe dann aus dem „Schlaglochprogramm“ des Kreises Geld beantragt. Dabei handelt es sich um einen Fördertopf des Kreises für kommunale Radverkehrsmaßnahmen, aus dem die Unterhaltung von Radwegen gefördert wird. Pro Jahr, erklärte Kreissprecher Harald Kühlborn, werden hierfür 150 000 Euro in den Etat eingestellt.

Aus diesem Budget könne der Landkreis den Kommunen bei kleineren Radwegeertüchtigungen mit seinem Kreisbudget unter die Arme greifen. „Wir machen das ganz unbürokratisch und können rund 15 Projekte wie dieses unterstützen“, sagte Kühlborn. Für Bad Emstal übernimmt der Kreis die Hälfte der anfallenden Kosten von 24 150 Euro für die Ertüchtigung des Weges.

ÖPNV, Tourismus und Radmobilität: Ein Radwegenetz für das Wolfhager Land könnte kommen

Der Bad Emstaler Bürgermeister begrüßt die Unterstützung und sieht sie als Hilfe auf dem Weg zu einem „übergeordneten Ziel“. Es gehe darum, „Verbindungen in die anderen Kommunen zu schaffen“, für all jene, die gerne umweltfreundlich mit dem Rad unterwegs sind. Und da könne das Wolfhager Land auch Modellregion sein, wo man Radmobilität und ÖPNV mit Tourismus verbindet. „Das macht doch Sinn.“ Was dieses Thema angehe, sei man in der Runde der Altkreisbürgermeister, so Stefan Frankfurth, auch „in einem regen Austausch“, um ein gutes Radwegenetz im Wolfhager Land hinzubekommen.

Jetzt gehe es darum, dass die Arbeiter zügig arbeiten und ihnen das Wetter keinen Streich spiele. Frankfurth: „Wir müssen bis Mitte Januar fertig sein und abgerechnet haben.“

Auch in Habichtswald im Wolfhager Land wird Geld für den Radverkehr ausgegeben: Das Land Hessen fördert den 1,4 Millionen Euro teuren Bau eines Radweges zwischen Ehlen und Martinhagen.

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