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Vitos Kurhessen baut neue Akut- und Kriseninterventionsstation in Merxhausen

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Von: Antje Thon

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Wurde in den vergangenen Jahren saniert: die Vitos Klinik für Psychiatrie und Psychotherapie in Merxhausen (Haus 4). Derzeit wird das Dach erneuert. Nun soll ein Anbau für mehr Platz auf den Stationen sorgen.
Wurde in den vergangenen Jahren saniert: die Vitos Klinik für Psychiatrie und Psychotherapie in Merxhausen (Haus 4). Derzeit wird das Dach erneuert. Nun soll ein Anbau für mehr Platz auf den Stationen sorgen. © Antje Thon

Vitos Kurhessen plant für die Vitos Klinik für Psychiatrie und Psychotherapie Bad Emstal am Standort Merxhausen einen Anbau.

Merxhausen – Im Frühjahr 2023 sollen die Arbeiten beginnen, kündigt Torsten Ahlers, Leiter des Infrastrukturmanagements bei Vitos, an. Im Herbst des darauffolgenden Jahres, so die Planungen, könnte der Komplex bezugsbereit sein.

Der ebenerdige Anbau wird die Akut-Station beherbergen, die sich derzeit noch im zweiten Obergeschoss der Klinik (Haus 4) befindet. Durch den Anbau und das veränderte Raumkonzept könne die Versorgung der Patienten deutlich verbessert werden, sagt Vitos-Sprecherin Andrea André. Die Raumaufteilung in der jetzigen Station entspräche nicht mehr den heutigen medizinisch-therapeutischen Konzepten. Mit der Modernisierung gehe aber keine Aufstockung der Bettenzahl einher. Lediglich die Aufteilung verbessere sich, das Geschehen in der Klinik werde sich entzerren. Eine patientenorientierte Gestaltung der psychiatrischen Akutstation trage maßgeblich zum Behandlungserfolg und zur Reduktion von möglichen Gewaltereignissen bei.

So soll es werden: Das rote Gebäude ist der geplante Anbau für die Akut- und Kriseninterventionsstation. Das graue Gebäude stellt Haus 4 der Klinik für Psychiatrie und Psychotherapie Bad Emstal dar.
So soll es werden: Das rote Gebäude ist der geplante Anbau für die Akut- und Kriseninterventionsstation. Das graue Gebäude stellt Haus 4 der Klinik für Psychiatrie und Psychotherapie Bad Emstal dar. © Vitos

Die neue Station wird in sich teilbar sein und über 25 Betten verfügen. Es ist ein abtrennbarer Intensiv-Bereich mit sieben Einzelzimmern und eigenen Ess- und Therapieräumen vorgesehen. Daneben wird es neun Doppelzimmer geben. Der Stationsstützpunkt ist zentral gelegen, mit Einblick in beide Stationsbereiche. Jeder Stationsbereich erhält eigene, geschützte Außenanlagen. Für den Anbau ist eine gesonderte Zufahrt geplant, die verhindert, dass der Akutaufnahme-Verkehr wie bisher durch das Hauptfoyer der Klinik führt.

Unsicher ist sich Ahlers mit Blick auf die Summe, die Vitos Kurhessen in das neue Gebäude investieren wird. Vor vier Jahren seien 4,3 Millionen Euro veranschlagt gewesen. Mit dem Betrag werde man kaum hinkommen. Allein die Preise beim Material und auch die Energiekosten seien in die Höhe gegangen.

Auf der Akutstation werden Patienten behandelt, die plötzlich in eine Krise kommen. Gründe dafür können das Absetzen von Medikamenten sein oder zum Beispiel äußere Ereignisse, die für Personen Stress bedeuten und nicht mehr kompensiert werden können. Verbunden sind solche Krisen oft mit einer Eigen- oder Fremdgefährdung. Antje Thon

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