„Mir einfach mal selbst etwas Gutes tun“

Auftakt des HNA-Yogasommers in Bad Emstal war ein großer Erfolg

Gemeinsam mit Trainer Horst Ulrich (links) trainieren gut 50 Teilnehmer beim HNA-Yogasommer im Bad Emstaler Kurpark.
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Gemeinsam mit Trainer Horst Ulrich (links) trainieren gut 50 Teilnehmer beim HNA-Yogasommer im Bad Emstaler Kurpark.

Mit ihrer Matte unterm Arm kommt sie am Dienstagabend im Kurpark an und strahlt: Daniela Bernhardt war schon im vergangenen Jahr beim HNA-Yogasommer dabei und weiß deshalb genau, was auf sie zukommt.

Bad Emstal - „Eine Stunde Zeit nur für mich.“ Die 44-Jährige nutzt die uralte indische Trainingsform, um den stressigen Alltag für eine kleine Weile auszuschalten. „Ich möchte mir einfach mal selbst etwas Gutes tun“, sagt die Erzieherin aus Sand und berichtet vom Erfolg ihrer ersten Yoga-Gehversuche. „Es hat mir auf jeden Fall etwas gebracht, es dauert seine Zeit und man muss sich drauf einlassen, aber dann gelingt es einem ganz gut, runterzufahren.“

Ums Runterfahren ging es auch Isabel Bechtel, als sie sich vor rund zwei Jahren auf ihren persönlichen Yogaweg begeben hat. „Da war ich mitten im Abitrubel und hatte wirklich Probleme mit dem Stressmanagement“, berichtet die 20-Jährige, die sich selbst als sehr ehrgeizig beschreibt. „Ich hatte mich mit den Prüfungen im Blick einfach überarbeitet und das selbst gar nicht groß bemerkt, als mich Menschen aus meinem Umfeld darauf aufmerksam machten, habe ich kurzerhand mit Yoga begonnen und auch recht schnell erste positive Auswirkungen gespürt.“

In Sachen Beweglichkeit habe sich das Training sofort positiv ausgewirkt, sagt die Emstalerin, die fortan regelmäßig geübt hat: „So nach sechs Wochen stellt man fest, dass man nicht mehr so viel essen muss, viel fitter ist und sich allgemein besser fühlt.“ Yoga könne sie jedem nur empfehlen, und deshalb habe sie auch ihre Mama und die beste Freundin mit in den Kurpark gebracht, um mit Trainer Horst Ulrich „ein bisschen an der frischen Luft zu trainieren“.

Mit Yoga gegen den Stress: Isabel Bechtel trainiert schon seit rund zwei Jahren und freut sich, ihre Übungen nun unter freiem Himmel im Kurpark machen zu können.

Der erwartet sie schon am Rande einer riesigen Rasenfläche, die sich unweit des Kräutergartens fast als ein wenig zu klein erweist für die gut 50 Teilnehmer, die es sich rund um den 60-Jährigen gemütlich machen. Er fackelt nicht lange und startet direkt mit seiner Bewegungsreise einmal quer durch den Körper, immer im Fluss mit der Atmung. „Es muss nicht perfekt sein“, motiviert er immer wieder all diejenigen, die sich vielleicht zum ersten Mal im Yoga versuchen. „Wichtig ist, bei den Übungen immer zu lächeln“, rät er und hätte es eigentlich gar nicht sagen müssen, denn das ist für die Neu-Yogis die leichteste Übung.

Auch Christiane Witte lächelt sich durch ihr erstes Training und kommt danach aus dem Schwärmen gar nicht wieder heraus: „Mit hat besonders gut gefallen, dass es hier einfach keinen Leistungsdruck gibt, sondern jeder seinem eigenen Tempo nachgeht und auch nachgehen kann.“ Vom Klischee „Yoga ist Verbiegen für Ziegen“ könne man wahrlich nicht reden, so die Wolfhagerin und stellt überrascht fest, dass sie doch viel ungelenkiger ist als sie dachte.

„Man merkt sehr deutlich, welche Körperregionen wenig beansprucht sind und noch mehr Geschmeidigkeit vertragen können.“ Zufrieden ist auch Daniela Bernhardt, die ihr Ziel erreicht hat. „Es war sehr schön entspannt und hat mir sehr gut getan“, sagt sie und freut sich schon jetzt auf die nächsten Wochen, wenn sie mit Matte unterm Arm zu ihrer persönlichen kleinen Auszeit im Kurpark aufbricht. (Sascha Hoffmann)

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