Museumstag im Klostermuseum Merxhausen zum Thema Internationalität

Schatzsuche: Diese jungen Syrer machten sich beim Internationalen Museumsfest für Kinder auf die Suche nach „Schätzen“ in der Schatztruhe. Fotos: Deutschländer

Merxhausen. Es war ein Museumstag der besonderen Sorte, zu dem am Sonntagnachmittag der Kultur- und Geschichtsverein Bad Emstal eingeladen hatte. Im Klostermuseum in Merxhausen drehte sich alles um Internationalität.

Der Grund: „Schon in den 1960er-Jahren haben koreanische und türkische Krankenschwestern der heutigen Vitos-Klinik die Bad Emstaler Kultur mitgeprägt“, erklärt Vereinsvorsitzender Hartwin Neumann.

So ist es auch heute in Teilen wieder - unter anderem wegen der Syrer, die aus ihrer Heimat geflüchtet sind und in Bad Emstal Schutz gefunden haben. Sie waren am Sonntag in großer Zahl beim Museumsfest vertreten. Gemeinsam mit dem einheimischen Nachwuchs lernten sie das Klostermuseum bei einer Rallye besser kennen. Sehr zur Freude von Hartwin Neumann, der die Räume mit seinen rund 100 Mitstreitern im Kultur- und Geschichtsverein als Bildungseinrichtung etablieren möchte.

Außerschulischer Lernort

„Wir wollen den Kindern bewusstmachen, wie wichtig das Erhalten von Kulturen ist“, so Neumann. Ein wesentlicher Schritt auf diesem Weg ist die Einrichtung des Klostermuseums als außerschulischem Lernort - ein vom hessischen Kultusministerium gefördertes Vorhaben. In Zusammenarbeit mit der Grundschule Balhorn und der Christine-Brückner-Schule Sand kommen bereits jetzt regelmäßig Schüler ins Museum. Sie erfahren mittels einer Museumsfibel aus der Feder von Neumann mehr über die Geschichte ihrer Heimatgemeinde.

Ihren Teil trägt auch die Bad Emstaler Bevölkerung regelmäßig dazu bei. Seit das Museum 2006 öffnete, haben Dutzende Einwohner dem Museum geschichtsträchtige Gegenstände zur Verfügung gestellt. Vor allem deshalb ist in den vergangenen Jahren im Keller des Museums eine rund 300 Quadratmeter große Ausstellung zur Geschichte von Bad Emstal entstanden. „Die Bevölkerung will eine Bildungseinrichtung, die Museum heißt“, schließt Hartwin Neumann daraus. Ihn und seine Mitstreiter freut das - und in einigen Jahren geht es dem Bad Emstaler Nachwuchs vielleicht ähnlich.

Von Luca Deutschländer

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