Ziegenhang und Umweltlabor

Naturfreunde Bad Emstal planen Projekte nach Corona-Lockerungen

Hier präsentiert Gerhard Raabe, erster Vorsitzender des Vereins, eines der neuen Projekte: Das Umweltlabor. Bisher steht nur der Baukörper. Jetzt muss sich noch um die Einrichtung gekümmert werden. Hier sollen Kinder zukünftig Versuche machen können, beispielsweise mithilfe von Mikroskopen.
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Hier präsentiert Gerhard Raabe, erster Vorsitzender des Vereins, eines der neuen Projekte: Das Umweltlabor. Bisher steht nur der Baukörper. Jetzt muss sich noch um die Einrichtung gekümmert werden. Hier sollen Kinder zukünftig Versuche machen können, beispielsweise mithilfe von Mikroskopen.

Die Naturfreunde Bad Emstal haben ein vielseitiges Angebote nach den Corona-Lockerungen geplant.

Bad Emstal – Ein Ausblick auf das Dorf, grasende Ziegen am Hang und ein imposantes Haus im Hintergrund. Dahinter befinden sich ein Spiel- und ein Zeltplatz. Es gibt ein Umweltlabor und ein Backhaus. Nicht nur das Gelände der Naturfreunde Bad Emstal ist vielseitig, auch das Angebot des Vereins hat einiges zu bieten. Neben zwei Kindergruppen, einer Jugendgruppe sowie dem Seniorentreff laden die Naturfreunde zu Gesellschaftsspielen, zum Backen oder sogar zum Bierbrauen ein.

Durch die Vereinsgemeinschaft mit den Freien Kanu-Sportlern gibt es auch Kanufahren als Angebot, erzählt Gerhard Raabe, erster Vorsitzender der Naturfreunde Bad Emstal. Anders als andere Gemeinschaften sei der Verein offen für alles, wenn sich Leute finden, die etwas Bestimmtes machen wollen, werden sie unterstützt. Im Moment gibt es 163 Mitglieder und 14 verschiedene Fachgruppen, die aufgrund der Pandemie zurzeit leider nicht stattfinden können.

Nur die Jugendgruppe trifft sich regelmäßig online. Sie wird von Lea Siegmann geleitet, die von Elena Reinecker unterstützt wird, welche aber aufgrund eines auswärtigen Studiums nicht mehr direkt vor Ort sein kann. Siegmanns Anliegen sei es, die Truppe auch während Corona zusammenzuhalten, beschreibt Pressewartin Barbara Huske-Böttchers die Idee hinter den digitalen Treffen. „So bietet sie den Jugendlichen die Möglichkeit, in der kontaktarmen Zeit weiterhin mit Gleichaltrigen in Kontakt zu bleiben und diesen aufrechtzuerhalten.“ Über Videochat werden beispielsweise Anleitungen zum Basteln oder Kochen gegeben. Einmal sei sogar ein Geländespiel veranstaltet worden, bei dem die Jugendlichen einzeln auf das Gelände gekommen seien, um sich vorbereitete QR-Codes zu holen und Aufgaben zu lösen.

Der Jugendraum des Naturfreundehauses. Normalerweise wird hier zusammen gespielt, gebastelt oder gekocht. Wegen Corona bleibt der Raum gerade leer.

Doch auch trotz der Corona-Beschränkungen sei der Verein aktiv gewesen, freut sich Raabe. Dank öffentlicher Zuschüsse und Spenden konnten während der Zeit ein paar Projekte finanziert werden. Das Ziegenhang-Projekt sei bereits vor Corona in Planung gewesen, doch erstletztes Jahr im Frühling habe die Umsetzung begonnen. „Das Projekt hat uns durch die tränenreiche Corona-Zeit gebracht“, erklärt der erste Vorsitzende. Viele Mitglieder hätten begeistert daran teilgenommen und mitgeholfen, das Projekt umzusetzen. „Ursprünglich wurde die Hangbeweidung wieder ins Leben gerufen, um die in der Vergangenheit durch Weidewirtschaft entstandene Heidelandschaft wieder entstehen zu lassen.“ Das sei das Ziel dahinter gewesen. Des Weiteren sei zu Beginn des letzten Jahres die Idee entstanden, die Kinder- und Jugendarbeit um die Erforschung unter anderem von Wasser, Boden, Laub, Holz und Pilzen zu erweitern. So ist mithilfe des Förderprogramms „Regionalbudget“ des Casseler BergLands links neben dem Na-turfreundehaus ein Umweltlabor entstanden. Hier sollen Kinder später Versuche machen können, wie etwa Wasseranalysen durchführen oder Pilze züchten.

Gespannt wartet der Verein auf seine Wiedereröffnung. Das Haus soll, unter der Beachtung der Coronaregeln, in Stufe zwei wieder öffnen, wenn die Inzidenz bei unter 50 liegt.

Es besteht die Hoffnung, dass bei einer vorsichtigen Öffnung Mitglieder und Gäste wieder etwas Normalität zurückerhalten und die Vereinsarbeit bald wieder in vollem Umfang aufgenommen werden kann. Ende des Jahres werden die Naturfreunde Bad Emstal 100 Jahre alt, was im kleinen Rahmen gewürdigt werden soll. Im kommenden Jahr soll dann im Sommer eine große Feier mit dem ganzen Dorf stattfinden. (Katharina Jäger)

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