Die Zukunft Bad Emstals im Blick

Bürgermeister Ralf Pfeiffer verabschiedet - Nachfolger ist Stefan Frankfurth 

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Wechsel an der Verwaltungsspitze: Der Vorsitzende des Gemeindeparlaments Wilfried Wehnes (von links), Ex-Bürgermeister Ralf Pfeiffer und der neue Erste Beigeordnete der Gemeinde Bad Emstal, Ralf Bräutigam, verfolgen, wie Stefan Frankfurth den Amtseid ablegt.

Bad Emstal. „Endlich ist es soweit“, sagte Bad Emstals neuer Bürgermeister Stefan Frankfurth zu Beginn seiner Antrittsrede am Freitagabend im Festsaal von Vitos in Merxhausen.

Die Worte hätten auch von seinem Vorgänger Ralf Pfeiffer stammen können. Der machte nämlich während der Sondersitzung der Gemeindevertretung, während der Frankfurth ins Amt eingeführt und Pfeiffer als Bad Emstaler Verwaltungschef verabschiedet wurde, einen recht erleichterten Eindruck.

Hinter Ralf Pfeiffer (parteilos) liegen zwölf Jahre, in denen er die Gemeindeverwaltung leitete, in denen er sich als Impulsgeber für die Entwicklung der Gemeinde abarbeitete, mit den politischen Entscheidungsträgern um Kompromisse rang. Zwölf Jahre Bürgermeister, sagte Ralf Pfeiffer vor den gut 300 Gästen im Saal, das bedeute auch 80 Sitzungen der Gemeindevertretung und des Ortsbeirats Balhorn, 240 Ausschusssitzungen und 312 Sitzungen des Gemeindevorstandes. 

Unzählige Gespräche mit den Bürgern im Rathaus oder auch beim Einkaufen, die ihm sehr wichtig gewesen seien. Und die Besuche bei runden Geburtstagen, Goldenen, Diamantenen und Eisernen Hochzeiten: insgesamt gut 1800.

Besonders am Herzen liegen die Feuerwehren

„Besonders am Herzen lagen mir meine Feuerwehren“, betonte der 55-Jährige. Man habe während seiner Amtszeit viel in den Brandschutz investiert – mehr als eine Million Euro. Und Bad Emstal könne stolz sein auf seine Feuerwehrleute. Investitionen in die Wasserversorgung, Schuldenabbau und Interkommunale Zusammenarbeit waren weitere Stichworte auf Pfeiffers Positiv-Liste. Und natürlich der Erfolg mit all den ehrenamtlichen Unterstützern im Kampf gegen die Stromtrasse Suedlink. 

Der Tag, an dem er das Thermalbad schließen ließ, sei einer seiner schwersten als Bürgermeister gewesen, sagte Pfeiffer. „Das Ding ist ziemlich kaputt“, da habe er aus Gründen der Sicherheit keine andere Wahl gehabt.

"Spannendste Zeit seines Lebens"

In der Runde der Altkreis-Bürgermeister: (von links) Stefan Hable (Naumburg), Reinhard Schaake (Wolfhagen), Ralf Pfeiffer, Stefan Frankfurth, Klaus-Dieter Henkelmann (Breuna), Thomas Raue (Habichtswald) und Stefan Denn (Zierenberg).

Zurückblickend könne er sagen: „Die letzten zwölf Jahre waren die spannendste, lehrreichste und aufregendste Zeit in meinem Berufsleben. Sein Dank gelte nun besonders seiner Frau. „Ohne dein Verständnis für die oft ausgefallenen Privattermine, die verpassten Familienfeiern, die ausgefallenen Urlaube hätte ich diese Zeit niemals überstanden“, sagte Ralf Pfeiffer, der aus gesundheitlichen Gründen nicht für eine erneute Amtszeit kandidiert hatte. Sein Dank ging auch an seine Mitarbeiter und die Bürger der Gemeinde: „Wir haben aus Bad Emstal einen besseren Ort gemacht, in dem es sich gut leben lässt“.

Gleiches hat auch Stefan Frankfurth vor, der durch den Vorsitzenden der Gemeindevertretung, Winfried Wehnes, ins Amt eingeführt wurde. Für ihn beginne nun ein neuer Lebensabschnitt, sagte der 53-Jährige. „Bisher war unser Hotelbetrieb meine berufliche Heimat, und von nun an ist es das Rathaus und die Verwaltung der Gemeinde Bad Emstal.“

SPD-Mitglied Frankfurth betonte, dass es ihm wichtig gewesen sei, „unabhängig“ zur Wahl anzutreten – „also für alle Bad Emstalerinnen und Bad Emstaler. Mit Blick auf politische Spannungen der vergangenen Jahre ist dies für mich sehr wichtig“. Er wolle als Bürgermeister „mit allen Fraktionen einen regen Austausch pflegen“. Und wenn die Mandatsträger und die Bad Emstaler „mir dabei helfen, dann können wir es schaffen, unsere Gemeinde in eine gute Zukunft zu führen“.

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