Kooperation zwischen Gemeinde und Raiffeisen

Neues Baugebiet in Bad Emstal mit rund 30 Grundstücken

Machen gemeinsame Sache: (Von links) Frank Möller (Vorstand Raiffeisenbank HessenNord), Bad Emstals Bauamtsleiter Andreas Bohn, Bürgermeister Stefan Frankfurth und Martin Thöne (Vorstand Raiffeisenbank HessenNord) vor dem Acker, auf dem das Baugebiet „Die Eichen II/Tränkeweg“ entstehen soll.
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Machen gemeinsame Sache: (Von links) Frank Möller (Vorstand Raiffeisenbank HessenNord), Bad Emstals Bauamtsleiter Andreas Bohn, Bürgermeister Stefan Frankfurth und Martin Thöne (Vorstand Raiffeisenbank HessenNord) vor dem Acker, auf dem das Baugebiet „Die Eichen II/Tränkeweg“ entstehen soll.

Das neue Baugebiet, das im Bad Emstaler Ortsteil Sand zwischen Triftweg und Balhorner Weg entstehen soll, wird eine Kooperation zwischen der Gemeinde Bad Emstal und der Raiffeisenbank HessenNord.

Bad Emstal – Die Genossenschaftsbank mit Hauptsitz in Wolfhagen schafft sich damit ein neues Geschäftsfeld, wie die beiden Vorstände Frank Möller und Martin Thöne erklären: Sie übernimmt nach Ankauf des vorgesehenen Areals die Erschließung und die Vermarktung, während die Gemeinde im Wesentlichen für die Schaffung des Baurechts zuständig ist. Im Wolfhager Land ist das eine Novum.

Inzwischen haben Bank und Gemeinde Bad Emstal einen entsprechenden Vertrag unterzeichnet, den Vorstand Frank Möller als „Eintrittskarte“ bezeichnete. In diesem „ersten Schritt“ werden die Zuständigkeiten geregelt. Laut Möller werde die Gemeinde jetzt in die Gespräche mit den Eigentümern der landwirtschaftlichen Flächen gehen, um den Ankauf vorzubereiten. Wenn die ausgehandelten Konditionen in die Kalkulation der Bank passen, werde Raiffeisen die rund 20 000 Quadratmeter große Fläche kaufen, auf der knapp 30 Bauplätze mit einer Größe um die 650 Quadratmeter entstehen sollen. Der Kaufvertrag werde mit „aufschiebender Bedingung“ abgeschlossen, er werde also nur dann wirksam, wenn tatsächlich Baurecht geschaffen ist.

Die Gemeinde sei stark daran interessiert, das Projekt zur Schaffung neuer Bauplätze mit einem regionalen Partner zu verwirklichen, erklärte Bürgermeister Stefan Frankfurth (SPD). Die Rollenverteilung habe für die Gemeinde klare Vorteile: Sie werde finanziell nicht belastet, das kleine Bauamt im Rathaus bekomme nicht noch zusätzlich Arbeit. Ein weiterer Vorteil sei, dass ein Partner wie Raiffeisen nicht wie eine Kommune an ein langwieriges und aufwendiges europaweites Ausschreibungsverfahren gebunden sei.

Die Motivation für Raiffeisen HessenNord sei unter anderem, sich in eine bessere Position im hart umkämpften Markt der Baufinanzierung zu bringen, erklärte Raiffeisenvorstand Martin Thöne. Heute werde mit dem Bau des Hauses im Paket auch oft die Finanzierung verkauft, und zwar von Banken, die ihren Sitz mitunter im Ausland haben.

Raiffeisen setze auf regionale Wertschöpfung, verkaufe nun auch Grundstücke, biete dazu eine attraktive Finanzierung an und sei für die Bauherren auf kurzem Weg erreichbar. (Norbert Müller)

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