Milch für Snowi aus der Mädchenflasche

Noa Leitloff kommt fast täglich zum Biohof Grede, um ein Lämmchen zu füttern

Noa Leitloff freut sich, wenn er dem Lämmchen Snowi auf dem Biohof Grede in Balhorn das Fläschchen geben kann. Er kommt fast jeden Tag vorbei.
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Noa Leitloff freut sich, wenn er dem Lämmchen Snowi auf dem Biohof Grede in Balhorn das Fläschchen geben kann. Er kommt fast jeden Tag vorbei.

Noa Leitloff kommt fast jeden Tag auf den Biohof Grede in Balhorn, um dem kleinen Lamm Snowi das Fläschchen zu geben.

Balhorn – Ramona Grede hat ein kleines schwarzes Lamm auf dem Arm und wartet auf ihrem Biohof Grede in Balhorn auf Noa Leitloff. Als der Neunjährige dann um die Ecke kommt, beginnt das Lamm zu blöken und zappelt hin und her. So wird der Junge oft von dem kleinen Tier begrüßt, denn er kommt seit etwa vier Wochen fast täglich auf den Bauernhof, um dem Lamm das Fläschchen zu geben.

„Sie heißt Snowi“, sagt Noa Leitloff. Denn der kleine weiße Fleck auf ihrem Kopf erinnerte ihn direkt an eine weiße Schneeflocke. „Die Mutter hatte keine Milch“, erklärt Grede, weshalb das Tier mit der Flasche großgezogen wird. „Dafür haben wir extra eine Mädchenflasche gekauft“, fügt sie hinzu. Sobald Noa ihr in Ruhe die Flasche gegeben hat und auch noch ein bisschen mit dem weichen Lamm gekuschelt hat, kommt es wieder in das Gehege, in dem neben vier Mutterschafen und einem Bock noch drei weitere Lämmer stehen. Etwa fünf Mal am Tag müsse Snowi die Flasche bekommen, wie Grede erzählt.

Streicheleinheiten für die Tiere: Der neunjährige Noa verbringt gerne Zeit auf dem Bauernhof.

Oft zappelt es dabei hin und her, doch sobald Noa es in seinem Arm hat, wird Snowi ganz ruhig. „Das ist sehr faszinierend“, sagt Grede. Noch etwa 14 Tage werde Snowi das Fläschchen bekommen. „Es kommt drauf an, wie sie sich entwickelt“, sagt sie. Snowi ist ein Ouessantschaf oder auch bretonisches Zwergschaf, wie Grede erklärt. Das sei die kleinste Schafrasse Europas.

Auch schon vor Snowis Geburt, ist Noa mit seiner Mutter Antje Leitloff oft auf den Bauernhof gekommen, um sich die Tiere anzuschauen und sie zu streicheln. Oft bringen die beiden dann noch ein bisschen Salat für die Schafe mit und füttern sie.

„Es ist wichtig, dass die Kinder den Bauernhof kennenlernen“, sagt Grede, damit sie wissen, wo zum Beispiel Milch und Kartoffeln herkommen. Auch Antje Leitloff freut sich, dass sie mit ihrem Sohn oft herkommen kann, denn eigene Tiere haben sie zuhause nicht.

Auf dem Biohof Grede finden auch immer wieder Veranstaltungen statt, um Kindern, aber auch Erwachsenen, das Leben auf dem Hof nahezubringen. So macht der Hof auch bei der Initiative „Bauernhof als Klassenzimmer“ mit und öffnet für Kindergartengruppen und Schulklassen.

Ramona Grede: Biohof Grede in Balhorn

Für Juni sind auf dem Bauernhof zwei Veranstaltungen geplant. Unter dem Motto „Bio – Kannste haben!“ steht am Samstag, 12. Juni, ab 14 Uhr die Bewirtschaftung der biologischen Landwirtschaft auf dem Plan. Neben einer Tour durch Balhorn, können die Teilnehmer die Tiere auf dem Hof kennenlernen und den Tag dort ausklingen lassen (Kosten: 25 Euro inklusive herzhafter Verkostung vom Roten Höhenvieh und alkoholfreie Getränke, Anmeldung bis 7. Juni).

Die Veranstaltung „Die Kuh muht, das Schwein grunzt?“ findet am Samstag, 26. Juni, ab 14 Uhr statt. Auf der Wanderung mit Jörg Dreismann und seinem Bauchladentheater werden tierische Geschichten zum Besten gegeben. Außerdem lernen die Teilnehmer die Tiere auf dem Bauernhof kennen (Kosten: Kinder acht Euro, Erwachsene zwölf Euro inklusive Imbiss und alkoholfreiem Getränk, Anmeldung bis 19. Juni).

Anmeldung bei der Gemeinde Bad Emstal unter der Telefonnummer 0 56 24/99 97 13 oder per Mail an tourismus@bad-emstal.de (Samira Müller)

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