Die Strecken sind mittlerweile wieder befahrbar

Orkantief "Thomas" wirft Bäume an Kreisstraßen im Wolfhager Land um

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Nur einzelne Bäume betroffen: Das Forstamt konnte trotz des Orkantiefs "Thomas" bisher nur geringe Schäden am Baumbestand feststellen.  

Bad Emstal/Naumburg. Orkantief "Thomas" ist in der Nacht zu Freitag auch über das Wolfhager Land gewirbelt. Am Rande mehrerer Kreisstraßen stürzten Bäume um. 

Bucheckern, abgeknickte Äste auf der Fahrbahn, am Rand liegen sogar umgestürzte Bäume, die die Mitarbeiter der Straßenmeistereien am Freitagmorgen beiseite geräumt haben. Orkantief "Thomas" ist in der Nacht zu Freitag auch über das Wolfhager Land gefegt und hat entlang der Kreisstraße 113 zwischen Naumburg-Elbenberg und Bad Emstal-Balhorn sowie der Kreisstraße 111 zwischen Naumburg-Elbenberg und Bad Emstal-Riede mehrere Bäume umgeknickt. Die Strecken waren deshalb seit heute Nacht gesperrt. "Die Straßen sind mittlerweile aber wieder befahrbar", bestätigt Horst Sinemus, Pressesprecher von Hessen Mobil, gegen 11 Uhr am Freitag. "Gravierende Schäden sind nicht entstanden."

Polizei Wolfhagen war wegen Sturmböen im Einsatz

Kreisstraße 113 gesperrt: Wegen umgefallener Bäume musste die Strecke bis zum späten Vormittag abgesperrt bleiben. 

Die Polizei Nordhessen zählte in der Nacht zu Freitag wegen "Thomas" insgesamt 70 Einsätze in der Region, 35 davon entfielen auf Stadt und Landkreis Kassel. Dabei konnten die eingesetzten Beamten laut Mitteilung in vielen Fällen umgewehte Bauzäune, Verkehrsschilder oder Äste bereits eigenständig von den Straßen entfernen. Verletzt wurde niemand, auch größere Sachschäden meldet die Polizei nicht. 

Zu den Kreisstraßen 111 und 113 wurden auch die Beamten der Polizei Wolfhagen gerufen. "Uns erreichten in der Nacht Anrufe wegen umgestürzter Bäume auf der Strecke", sagt Dienststellenleiter, Volker Pieper. Am Einsatzort angekommen, sperrten die Beamten die Fahrbahn ab und informierten die Mitarbeiter der Straßenmeistereien. Die räumten dann die umgestürzten Bäume beiseite. 

Im Laufe der Nacht zu Freitag wurde die Polizei mehrfach wegen abgeknickter Äste, die die Straßen blockierten, informiert. In den meisten Fällen hätten vermutlich Autofahrer die Äste bereits schon selbst beseitigt, bevor die Polizei am Einsatzort eingetroffen sei. Auch wegen Schneefalls und Eisglätte in der Nacht sei es auf den Straßen gefährlich gewesen, so Pieper. 

Anders bei der Feuerwehr Wolfhagen: "Wir mussten heute Nacht kein einziges Mal ausrücken", sagt Wolfhagen Stadtbrandinspektor Frank Brunst auf Nachfrage der HNA. Zwar hätte die Feuerwehr sich wie bei jeder potenziellen Gefahrenlage auf einen Einsatz vorbereitet, schließlich aber hätten die Einsatzkräfte nicht einmal einen einzigen Ast wegschneiden müssen. Sollte es zu weiteren Sturmböen und Einsätzen kommen, hielte die Feuerwehr jedoch auch in der Nacht zu Samstag bereit. 

Weitere Sturmböen angekündigt: Forstamt warnt vor Waldspaziergängen

Straßen voller Äste und Bucheckern: Die Kreisstraßen 111 und 113 sind weiterhin wegen des Sturms verdreckt. 

Gravierende Schäden am Baumbestand im Wolfhager Land konnte das Forstamt Wolfhagen bisher nicht feststellen. Theodor Arend, stellvertretender Forstamtsleiter, gibt an, dass nur einzelne Bäume durch die Sturmböen abgeknickt oder umgefallen, größere Baumbestände von "Thomas" jedoch verschont worden seien. "Betroffen sind vor allem flach wurzelnde Bäume, wie zum Beispiel Fichten. Die Schäden, die uns bisher gemeldet wurden, sind aber begrenzt und leicht zu beheben." 

Trotzdem warnt Arend davor, am heutigen Freitag und auch an den kommenden Tagen den Wald zu betreten. Viele Äste seien abgeknickt, auf tiefer gelegene Kronenteile gefallen und lägen nun äußerst labil und zum Fall bereit. Auch sei es möglich, dass durch das Orkantief Bäume angeschoben und ihr Wurzelwerk beschädigt worden sei. Da im Laufe des heutigen Freitag noch weitere Sturmböen in der Region angekündigt sind, kann Arend nicht garantieren, dass nicht noch weitere Bäume umfallen. Wenn jemand den Wald trotzdem zum Spaziergang betrete, dann tue er dies auf eigene Gefahr. 

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