Vorhaben der Gemeinde

Das passiert 2019 in Bad Emstal:  Kursaal in Sand und weitere Kita haben höchste Priorität

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Der Kur- und Festsaal in Sand darf seit mehr als zwei Jahren wegen gravierender baulicher Män gel nicht genutzt werden. Nun sollen dort mit Mitteln des Bundes eine Begegnungsstätte entstehen und der Saal saniert werden. Wird der Förderantrag genehmigt, zahlt die Kommune zehn Prozent der Gesamtkosten.

Bad Emstal – Der Kursaal in Sand und eine weitere Kindertagesstätte sind für Bad Emstals Bürgermeister Stefan Frankfurth (SPD) die zwei zentralen Themen in diesem Jahr.

Der Kursaal in Sand und die Schaffung einer weiteren Kindertagesstätte sind für Bad Emstals Bürgermeister Stefan Frankfurth (SPD) die zwei zentralen Themen in diesem Jahr. Beides schiebt die Gemeinde bereits seit einiger Zeit vor sich her, im Verlauf des Jahres könnte es zu Lösungen kommen.

Kursaal

Wenn das Thermalbad abgerissen werde muss, soll zumindest der Kursaal bleiben. Darauf hatten sich die Gemeindevertreter bereits Ende vergangenen Jahres verständigt und einen Förderantrag beim Bund gestellt. Über diesen wird im März entschieden.

Zusammen hoffen die Fraktionen auf bis zu vier Millionen Euro. Von dem Geld sollen im Erd- und Kellergeschoss des rechten Gebäudeflügels eine Multifunktions- und Begegnungsstätte geschaffen werden.

Frankfurth geht jedoch nicht davon aus, dass sich in diesem Jahr baulich viel tun wird. Alles hängt an den Mitteln des Bundes. Sobald die Gemeinde grünes Licht bekommen hat, will der Rathauschef mit den verschiedenen Nutzergruppen in den Dialog treten.

Stefan FrankfurthBürgermeister

Zu den Nutzern zählen die Emstaler Bühne, die Landfrauen, Chöre und weitere Vereine sowie Jugendliche und Senioren. Ihre Interessen sollen berücksichtigt werden. Am Kursaal selbst muss das Dach saniert werden.

Auch die 35 Jahre alte Technik, die Elektrik und die Bestuhlung müssten erneuert werden. Im November, so Frankfurths Schätzung, sollen eine konkrete Kostenberechnung vorliegen und ein Bauantrag gestellt sein.

Kindertagesstätte

Spätestens im September muss die Gemeinde knapp 50 zusätzliche Kita- und Krippenplätze anbieten. Auch wenn er und seine Mitarbeiter im Rathaus sich große Mühe gäben, den Termin zu halten, so habe er doch ernsthafte Zweifel, das innerhalb so kurzer Zeit zu schaffen, sagt Stefan Frankfurth.

Standort für die neue Kita: Die ehemalige Ergotherapie der Vitos Kurhessen in Merxhausen.

Die Plätze sollen in der ehemaligen Ergotherapie von Vitos in Merxhausen geschaffen werden, bis zu 70 Kinder könnten einmal dort betreut werden. Die Kosten schätzt der Bürgermeister auf 1,5 Millionen Euro. Zunächst müssen Beschlüsse im Parlament gefasst und die Planungen ausgeschrieben werden. Und es gelte, Firmen zu finden, „denn deren Auftragsbücher sind voll“. Und wenn die Zeit bis Anfang September doch zu knapp wird? „Dann müssen sich die Eltern noch gedulden.“

Spolebauwerk

Begonnen werden sollen die Sanierungsarbeiten an der Beton-Einhausung, durch die in Balhorn der Spole-Bach fließt. Kosten in Höhe von 3,2 Millionen Euro kommen auf die Gemeinde zu. Frankfurth will die Arbeiten auf mehrere Jahre verteilen und hofft auf Zuschüsse.

Kanalsanierung

720 000 Euro will die Gemeinde im Laufe des Jahres in die Sanierung von Kanälen in Merxhausen und Sand stecken. Die Investitionen sind über die Gebühren gedeckt. Insgesamt verfügt die Kommune über ein 60 Kilometer langes System von Abwasserkanälen, aber nicht alle seien defekt. „13 Kilometer haben wir bereits erledigt“, sagt Frankfurth.

Bauplätze

Im März sollen die Kosten für die alternativ bewerteten beiden Sandorte Triftweg und Kitzhagen in Sand für Wohnbebauung vorliegen. Dann muss die Kommunalpolitik entscheiden, wo die knapp 30 Bauplätze angeboten werden und wie die Vermarktung laufen soll.

In der Gemeinde Bad Emstal wohnten zum Stichtag 31. Dezember 2018 insgesamt 6063 Einwohner.

Die Zahlen für die einzelnen Ortsteile: 

  • Sand: 3726
  • Merxhausen: 363
  • Balhorn: 1687
  • Riede: 287

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